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Projekte für die Ökumenische Kollekte
Im Rahmen der jährlichen Gebetswoche wird auch für das Ökumenische Opfer gesammelt. Mit dieser Kollekte werden einzelne diakonische und soziale Hilfsprojekte gefördert. Für das Jahr 2007 wurden ein Straßenkinderhilfsprojekt in Angola und ein Beratungs- und Betreuungsprogramm für HIV/AIDS-Betroffene in Russland ausgewählt. Ein Teil der Kollekte ist außerdem für die 3. Europäische Ökumenische Versammlung 2007 in Sibiu (Rumänien) vorgesehen.
Bitte überweisen Sie Ihre Kollekte auf das Konto Nr. 400 30 20 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft Frankfurt am Main (BLZ 500 605 00).
Stichwort: Gebetswoche für die Einheit der Christen
Projektliste 2007
1. Anlaufstelle für Straßenkinder in Lobito (Angola)
Angola zählt 12 Millionen Einwohner. In der Provinz Benguela haben weniger als ein Drittel der Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. In den wenigen Schulen gibt es kaum Lehrmaterial und wenig ausgebildete Lehrkräfte. Offiziell geht man von 300.000 Straßenkindern aus, doch die Dunkelziffer ist höher. Diese Kinder überleben durch kleine Jobs und in kriminellen Banden. Viele sind kriegstraumatisiert und fallen durch extrem aggressives Verhalten auf. Mädchen sind häufig Opfer von Prostitution und Vergewaltigungen. Die Kongregationalistische Kirche in Angola will für 120 besonders auffällige Kinder und Jugendliche eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt einichten, wo sie sich angenommen wissen, gewaltfreien Umgang erleben und selbst einüben können. Mädchen und Jungen sollen gleichermaßen von dem Angebot profitieren, damit es gelingt, ihnen schließlich die Teilnahme am regulären Schulunterricht zu ermöglichen. Kirchen helfen Kirchen übernimmt die Kosten für die besondere Schulung von ErzieherInnen, die mit diesen Kindern arbeiten wollen. Ferner ist eine Finanzhilfe zur Wiederinstandsetzung des vom Bürgerkrieg zerstörten Gebäudes erbeten, in dem der Treffpunkt eingerichtet werden soll. Das Engagement der Mitglieder der Kongregationalistischen Kirche für das Projekt zeigt sich darin, dass sie sich ehrenamtlich an den Wiederaufbaumaßnahmen beteiligen.
(Projekt des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland)
2. Dritte Europäische Ökumenische Versammlung 2007 in Sibiu (Rumänien)
Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) laden 2007 zu einer 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung ein. Sie wird vom 4.-8.9.2007 unter dem Thema „Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa“ in Sibiu (Rumänien) stattfinden. Durch verschiedene regionale und lokale Versammlungen werden die anglikanischen, orthodoxen, evangelischen und katholischen Christen Europas das ökumenische Treffen vorbereiten und ihre Verantwortung für ein versöhntes Europa bedenken. Die 1. Europäische Ökumenische Versammlung für „Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ fand 1989 in Basel statt. Dort war der Wille zum Aufbruch eindrücklich spürbar. Die 2. Europäische Ökumenische Versammlung in Graz 1997 stand angesichts der Kriege im ehemaligen Jugoslawien unter dem Thema „Versöhnung – Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens“. Sie gab den Anstoß zur Erstellung der Charta Oecumenica, in der sich die Kirchen Europas zu einer glaubwürdigen Zusammenarbeit und zum Zeugnis der versöhnenden Kraft Christi verpflichten. Gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Projekte helfen, dass Menschen Grenzen überwinden und Zeichen des Friedens und der Versöhnung in Europa setzen. Die Konferenz Europäischer Kirchen und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen brauchen finanzielle Hilfe, um das Vorhaben der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung umzusetzen.
(Projekt der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz)
3. Aufbau eines integralen Beratungs- und Betreuungsprogramms für Menschen mit HIV/AIDS in Westsibirien (Russland/asiatischer Teil)
Beim Tempo der Verbreitung des HIV-Virus steht Russland mittlerweile auf Platz eins in der Welt. Die offiziell registrierte Zahl der HIV-Infektionen hat sich seit 1998 verzwanzigfacht. Die Gesundheitssysteme sind diesen Herausforderungen in keiner Weise gewachsen, denn rund 35 Millionen Menschen leben in Russland heute unterhalb der Armutsgrenze. Immer mehr Familien halten der Bedrohung durch Armut und andere Gefährdungen nicht stand und brechen auseinander. Leidtragende dieser Entwicklung ist vor allem die junge Generation. Ziel des Projekts ist daher die Verbesserung der Lebenssituation und der sozialen Integration von HIV-infizierten Müttern und Kindern in der Region Prokopjewsk/Westsibirien durch Aufbau einer Beratungsstelle. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Projektes ist die Verbreitung von Informationen über HIV und Aids, die Gesundheitserziehung gefährdeter Bevölkerungsgruppen, sowie die Erziehung Jugendlicher und junger Erwachsener zu verantwortungsbewusster Elternschaft. Sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte beraten die Zielgruppen und veranstalten Seminare. Projektträger ist der „Caritasverband für den asiatischen Teil Russlands“ (Caritas Westsibirien) mit Sitz in Westsibirien.
(Projekt des Deutschen Caritasverbandes)
- Dateien:
Projekte_2006.pdf
