Info-Angebote
- Über uns
- Mitgliedskirchen
- Regionale ACK
- Presse
- Publikationen
- Praxisimpulse
- Veranstaltungen
- Termine
- Links
- Texte und Dokumente
- Impressum
Meldung
Mitgliederversammlung der ACK
ACK diskutiert über das Verhältnis zum Judentum
ACK diskutiert über das Verhältnis zum Judentum
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 22.-23.Oktober 2008 in Fulda über das Schwerpunktthema „die Gemeinschaft mit dem Judentum vertiefen“ beraten. Sie lädt die Kirchen in Deutschland ein, gemeinsam der Novemberpogrome des Jahres1938 zu gedenken. Auch nach 70 Jahren sehen sich die Kirchen in Deutschland in der besonderen Verantwortung, sich gemeinsam gegen Antisemitismus und für Religionsfreiheit einzusetzen. In einer offen geführten Diskussion haben die kirchlichen Vertreter die große Nähe zur jüdischen Tradition hervorgehoben. Kontroverse theologische Fragen sollen künftig verstärkt bearbeitet werden. Dies gilt insbesondere für die Bezeichnung „Volk Gottes“ für Israel und die Kirche.
In das zweite Schwerpunktthema der Versammlung, Pfingstkirchen in Deutschland, führte Prof. Dr. Erich Geldbach (Marburg) ein. In den kommenden Jahren wird die ACK die Zusammenarbeit mit den Pfingstkirchen verstärken. Anlass ist unter anderem, dass der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) einen Antrag auf Gastmitgliedschaft in der ACK stellen wird.
In der Nachfolge von Bischof Gerhard Ludwig Müller (Regensburg) wählte die Mitgliederversammlung Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) zum stellvertretenden Vorsitzenden in den Vorstand der ACK.
Die MV hat dafür votiert, eine zweite Phase des interreligiösen Projektes „Weißt du, wer ich bin?“ aufzulegen, die möglichst schon in diesem Jahr beginnen soll. Das Projekt wird von der ACK zusammen mit dem Zentralrat der Juden und muslimischen Verbänden getragen.
Kurz vor der Sitzung des Gemeinsamen Präsidiums des Ökumenischen Kirchentages 2010 in München (ÖKT) erarbeitete die ACK mit den Beauftragten für den Kirchentag in München, Pfarrerin Andrea Wagner-Pinggera und Herrn Dr. Armin Wouters Vorschläge für die Gestaltung des ÖKT. Die Mitgliederversammlung der ACK wird voraussichtlich einen „Preis Oecumenica“ ausloben, empfiehlt den Kirchen den Tag bzw. die Zeit der Schöpfung zu feiern und einen „Taufweg“ in München vorzubereiten. Im Präsidium des ÖKT arbeiten neben den beiden großen Kirchen auch Freikirchen und orthodoxe Kirchen mit.
Gast der Versammlung war der Generalsekretär der Partnerorganisation der ACK, Churches Together in Britain and Ireland (CTBI), Reverend Bob Fyffe. In seinem Grußwort regte er eine intensivere Zusammenarbeit an, in der vor allem jungen Theologinnen und Theologen zu gemeinsamer theologischer Arbeit ermutigt und ausgebildet werden sollen. Im Sommer 2009 ist ein internationales Seminar an der Universität Heidelberg geplant.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland besteht aus 16 Mitgliedskirchen, vier Gastmitgliedskirchen und vier Organisationen als Beobachter. Zu ihr gehören neben der römisch-katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Kirchen, viele Freikirchen, die altkatholische und die anglikanische Kirche.
Frankfurt am Main/Fulda, den 23. Oktober 2008
