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Meldung
Stimmen zur Charta Oecumenica
Für das Handeln der Kirchen Europas in der nächsten Zukunft ist die Charta Oecumenica ein ökumenisches "Benimmbuch", ein Verhaltenskodex, der Rechte und Pflichten enthält. Zum ersten Mal seit 1000 Jahren gibt es ein Dokument in Europa, das von einer so großen kirchlichen Breite getragen wird, eine Arznei gegen den Antiökumenismus.
Prof. Dr. Paolo Ricca, Kirche der Waldenser, Rom
Für mich ist die Charta Oecumenica das zukunftsweisendste und missionarischste ökumenische Dokument der letzten Jahre.
Bischof em. Dr. Walter Klaiber, Bischof em. der Evangelisch-methodistischen Kirche und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
In der Ökumene gibt es nicht viele Papiere dieser Art. Aus den vielen Anregungen kann jede Kirche noch genügend lernen. Die konkrete Verbindlichkeit hängt in hohem Maße davon ab, welche Autorität die Kirchen selbst durch ihr ökumenisches Engagement diesem Text verleihen. Wer nur auf die Gemeinschaft im Herrenmahl blickt, kann nicht genügend ermessen, wie viel furchtbare Zusammenarbseit gerade in der Konsequenz der kleinen Schritte liegt. Wer sie verachtet, tut der Ökumene keinen guten Dienst.
Kardinal Karl Lehmann, römisch-katholische Kirche
Die Charta ist im ökumenischen Dialog ein sehr nützliches Dokument, um Konflikte zwischen den Kirchen zu regeln. Sie bringt zwar keinen ökmenischen Durchbruch bei den kirchentrennenden dogmatischen Kontroversen, aber sie ist mit ihren Verpflichtungen ein neuer ökumenischer Aufbruch der Kirchen in Europa zu mehr ökumenischer Gemeinschaft.
Prof. Dr. Reinhard Frieling, Bensheim, Mitglied der Redaktionsgruppe für die Charta Oecumenica
Uns Jugendlichen geht es darum, wie die Schreibtischökumene eine gelebte Ökumene der Chrsiten werden kann. Die Charta zeigt uns Möglichkeiten auf, wie wir uns begegnen und in Europa gemeinsam ökumenische aktiv werden können.
Elfriede Dörr, Rumänien, Jugenddelegierte im Zentralausschuss der KEK
Die Charta Oecumenica ist nach einer intensiven Konsultationsphase entstanden und bringt die Selbstverpflichtung der Kirchen zur Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit zum Ausdruck. Sie bekräftigt, dass die Herausforderungen im zusammenwachsenden Europa eine Aufgabe für Menschen aller Konfessionen bedeuten, der sich die Kirchen sowohl im Blick auf die Verkündigung der frohen Botschaft als auch im Engagement für Gerechtigkeit und Versöhnung gemeinsam stellen müssen.
Präses i.R. Manfred Kock, Evangelische Kirche in Deutschland
Die Charta Oecumenica ist ein wichtiges Dokument für die Ökumenizität als einem unverzichtbaren Kennzeichen des einen Leibes Christi. Alle Kirchen in Europa verpflichten sisch, das gemeinsame Zeugnis von der Liebe Gottes in Jesus Christus auszurichten - auch dass die Welt glaube ... (Joh 17,21).
Pastor Dr. Wolfgang Lorenz, ehemaliger Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen
Die Charta Oecumenica zeugt vom entschlossenen Willen zur christlichen Einheit, in ihren Aussagen kann sich zugleich jede Kirche und kirchliche Gemeinschaft wiederfinden. Das ist eine gute Grundlage für alle weiteren ökumenischen Bemühungen.
Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
Die Charta Oecumenica will den Konziliaren Porzess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung lebendig erhalten. Sie erinnert daran, dass wir nur gemeinsam glaubwürdige Zeugen für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung in einem zerrissenen Kontinent sein können.
Dr. Günter Krusche, Generalsuperintendent i.R.
Mit der Charta Oecumenica wird ein menschenfreundliches Angesicht Europa für die Zukunft aufgezeigt, das gegen wirtschaftliche und politische Tendenzen den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die christliche Botschaft von der Würde der menschlichen Person ist das gemeinsame Anliegen aller Kirchen, durch das die Menschen nur gewinnen können. Deshalb ist die Charta Oecumenica ein grundlegendes Dokument auf dem Weg zur kirchlichen Gmeinschft und zur europäischen Entwicklung.
Grigorios Larentzakis, Professor für orhtodoxe iund ökumenische Theologie, Graz
