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Meldung

Religionsfreiheit in Deutschland beeinträchtigt

Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen tagte in Berlin

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 7./8. März 2007 im Evangelischen Johannesstift in Berlin mit Sorgen festgestellt, dass durch das geltende Ausländerrecht die freie Ausübung der Religionsfreiheit nur eingeschränkt besteht. Vielen Christen und Christinnen, die als Flüchtlinge in Deutschland leben, wird von den Ausländerbehörden die Teilnahme an den Gottesdiensten ihrer Kirchen und Gemeinden erschwert, da es ihnen verboten ist, ihren Aufenthaltsort zu verlassen (Residenzpflicht). Davon sind neben vielen Migrantengemeinden in Deutschland auch Kirchen der ACK betroffen. Die Delegierten einzelner Kirchen wiesen im Gespräch mit den kirchenpolitischen Sprechern der im Bundestag vertretenen Parteien auf diesen Missstand hin. Sie baten sie darum, sich dafür einzusetzen, dass diese Regelungen verändert und damit eine uneingeschränkte Teilnahme von Flüchtlingen an den Gottesdiensten ihrer Kirchen und Gemeinden gewährleistet ist.

Auf ihrer Vollversammlung verabschiedete die ACK außerdem ein Wort zum diesjährigen gemeinsamen Osterfest der westlichen und östlichen Kirchen. Sie rief die Gemeinden dazu auf, diesen Anlass gemeinsam in ökumenischen Gottesdiensten zu feiern. (Der Text des Osterwortes kann bei der Ökumenischen Centrale angefordert werden.) Am Ostersonntag wird um 17.00 Uhr im Dom in Aachen ein ökumenischer Vespergottesdienst gemeinsam von der ACK in Deutschland, den Kirchen der ACK Nordrhein-Westfalen und den Kirchen und Gemeinden in Aachen gefeiert.

Die Mitgliederversammlung berief einen neuen Ausschuss  für "Kirche und Gesellschaft", der sich mit sozialethischen und gesellschaftlichen Themen befassen und dabei u.a. die Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt als ein Arbeitsschwerpunkt aufgreifen wird. Dr. Geiko Müller-Fahrenholz, der vom ÖRK als Koordinator der für das Jahr 2011 geplanten Friedenskonvokation berufen wurde, informierte die Delegierten über die Vorbereitung und Ziele dieser weltweiten Ökumenischen Versammlung.

Das Projekt zur interreligiösen Begegnung "Weißt Du, wer ich bin?", das die ACK gemeinsam mit jüdischen und islamischen Mitträgern (ZdJ, ZdM und  DITIB) in den letzten Jahren durchgeführt hat, wird im Sommer auslaufen. Mit annähernd 80 Projekten und Initiativan ist es auf ein großes bundesweites Echo gestoßen.

Frankfurt am Main, 9. März 2007