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Christliche Kirchen in Deutschland

Mitglieder der ACK

Aethiopisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland

Kurzinfo:
Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche ist eine der größten und ältesten christlichen Kirchen. Sie gehört zur Familie der sogenannten "Orientalischen Orthodoxen Kirchen". Das Christentum in Äthiopien war von 330 bis 1974 Staatsreligion. Das Jahr 1974, das Jahr der Revolution, bedeutete einen tiefen Einschnitt in die Geschichte der äthiopischen Kirche. Viele Äthiopier sagen sich gezwungen, ihr Land zu verlassen und um Asyl nachzusuchen. Viele dieser Flüchtlinge kamen auch nach Deutschland und gründeten eigene Gemeinden. Zur Zeit gibt es hier drei Gemeinden: in München, Frankfurt am Main und Köln.
Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche ist auch Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen (1948).
Weitere Informationen:
Kontakt:
Ückerather Straße 2
50739 Köln

Telefon: (0221) 5 99 26 23
Fax: (0221) 5 99 26 23
e-Mail: aeokd@web.de

Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland

Kurzinfo:
Die Anglikanische Kirche ist im 16. Jahrhundert unter Heinrich VIII. als Abspaltung von der römischen Kirche entstanden. Durch Auswanderung und Mission im Rahmen des Aufbaus des Britischen Weltreiches hat sich die Anglikanische Kirche in der ganzen Welt ausgebreitet. Die "Provinzen" der Anglikanischen Kirchengemeinschaft sind unabhängige Kirchen, die ihre eigenen Synoden und kirchlichen Strukturen haben und bestimmen, die sich aber ebenfalls in einer lockeren Zusammenarbeit unter Leitung des Erzbischofs von Canterbury befinden; die Bischöfe der Provinzen treffen sich alle 10 Jahre zu der sog. Lambeth Konferenz.
In Deutschland gibt es zur Zeit 11 anglikaniscshe bzw. american Episcopal Gemeinden: Berlin, Bonn/Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Freiburg i.Br., Hamburg, Heidelberg, Leipzig, MÜnchen, Stuttgart, Wiesbaden. Tochtergemeinden existieren in Bruckmühl, Darmstadt, Ingolstadt und Karlsruhe.
Kontakt:
Revd. Christopher Jage-Bowler
St. George´s Anglican Church
Preussenallee 17-19
13158 Berlin

Telefon: (030) 9 17 22 48

Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland

Kurzinfo:
Die geschichtlichen Wurzeln der Mennoniten liegen in der Täuferbewegung der Reformationszeit (16. Jahrhundert) in der Schweiz. Man nennt die Mennoniten oft die "älteste evangelische Freikirche". Sie verstehen sich als reformatorische Kirche. Mit den anderen Kirchen der Reformation teilen sie die Betonung der zentralen Stellung des biblischen Zeugnisses, die Rechtfertigung aus Gnade sowie das allgemeine Priestertum aller Glalubenden. Die theologische Akzentsetzung unterscheidet sich jedoch. Sie praktisieren die Taufe Erwachsener bzw. Jugendlicher nach persönlichem Glaubensbekenntnis und vorheriger Unterweisung. Die Kindertaufe lehnen sie ab. Sie betonen das Friedenszeugnis und die Gewaltlosigkeit. Ihren Gliedern empfehlen sie die Verweigerung von Eid und Kriegsdienst, achten dabei jeodhc auf die Gewissensentscheidung der Einzelnen. Zusammen mit den Quäkern und der Kirche der Brüder rechnet man sie zu den sog. Historischen Friedenskirchen. Die Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden (norddeutscher Regionalverband der AMG) ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Weitere Informationen:
Kontakt:
Pastor Friedrich Boller
Stauferstraße 43
85051 Ingolstadt

Telefon: (0841) 885 627 15
Fax: (0841) 980 849 5

Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland

Kurzinfo:
Die Armenisch-Apostolische Kirche ist eine der ältesten christlichen Kirchen. Sie gehört zur Familie der sogenannten Orientallischen Orthodoxen Kirchen. Grundlage für die Lehre der armenischen Kirche sind das Alte und das Neue Testament, die Beschlüsse der ersten drei Ökumenischen Konzilien sowie die Beschlüsse der nationalen armenischen Synoden. In der Armenischen Kirche gibt es sowohl verheiratete als auch zölibatär lebenden Geistliche; die leitenden Ämter jedoch werden ausschließlich von zölibatär lebenden Geistlichen wahrgenommen.
Die Armenisch-Apostolische Kirche ist Gründungsmitglied des Ökuemnischen Rates der Kirchen.
Kontakt:
Allensteiner Straße 5
50735 Köln

Telefon: (0221) 7 12 62 23 o. 71 12 85
Fax: (0221) 7 12 62 67

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland

Baptisten

Kurzinfo:
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden unterscheidet sich von anderen Kirchen durch seine Taufpraxis und sein Gemeindeverständnis. Die 1834 von dem Hamburger Kaufmann Johann Gerhard Oncken gegründeten Baptistengemeinden verstehen sich als Bibelbewegung und praktizieren die Taufe der Glaubenden. Im Gemeindeleben wird das "Laienelement" stark betont. Nach baptistischem Verständnis gibt es keine kirchliche Handlung, die ausschließlich "Amtsträgern" vorbehalten wäre. Stattdessen wird das allgemeine Priestertum aller Gläubigen praktiziert. Der BEFG tritt für eine Trennung von Staat und Kirche ein. Er erhebt keine Kirchensteuern, sondern finanziert seine Arbeit ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Johann Gerhard Oncken Straße 7
14641 Wustermark

Telefon: (033234) 74-0
Fax: (033234) 7 41 99

Die Heilsarmee in Deutschland

Kurzinfo:
Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der universalen christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet sich auf die Bibel. Ihr Auftrag ist, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschlicher Not ohne Ansehen der Person zu begegnen. Ihr Ziel ist die Fürsorge für die Menschen. Die Heilsarmee unterhält in Deutschland und weltweit eine umfassende soziale Arbeit. Ihr Gründer war William Booth (1829-1912) aus Nottingham (England), der die "Ostlondoner Christliche Mission" ins Leben rief, die 1878 in "Die Heilsarmee" umbenannt wurde und ihre militärische Struktur aus organisatorischen Gründen entwickelte.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Nationales Hauptquartier
Salierring 23-27
50677 Köln

Telefon: (0221) 2 08 19-0
Fax: (0221) 2 08 19-51

Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen

Kurzinfo:
Zehn der heutigen 14 altreformierten Gemeinden im westlichen Niedersachsen sind ungefähr zwischen 1840 und 1860 entstanden. Sie trennten sich aus bekenntnismäßigen und ethischen Gründen von der reformierten Mutterkirche. Den Altreformierten war eine Rückkehr zur alten Lehre der Väter, vor allem zum Heidelberger Katechismus, ebenso wichtig wie eine strengere christliche Lebensführung und eine schriftgemäße Predigt.
Die engen Beziehungen des Grenzgebietes zu den Niederlanden, wo seit 1834 ebenfalls eine so genannate "Abscheidung" stattfand, förderten die kirchliche Trennung. Von 1923 bis 2004 war die Evangellisch-altreformierte Kirche "vorläufig" an die Gereformeerden Kerken in Nederland angeschlossen. Mit der Vereinigung der "Nederlandse Hervormde Kerk", der "Gereformeerde Kerken in Nederland" (GKN) und der "Evangelisch-Lutherse Kerk in het Koninkrijk der Nederlanden" zur "Protestantse Kerk in Nederland" (PKN) zum 1. Mai 2004 endete das bisherige Verhältnis zwischen EAK und GKN. Die EAK wird auf den Feldern von Mission und Ausbildung weiter mit den PKN zusammenarbeiten.
Seit 1983 arbeitet die Niederländisch-reformeirte Gemeinde Wuppertal eng mit der Evangelisch-altareformierten Kirche zusammen, seit 2002 gehört sie mit allen Rechten und Pflichten zum Kirchenverband der Ev.-altreformierten Kirche.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich eine wachsende Zusammenarbesit mit der reformierten Mutterkirche. So finden gemeinsame diakonische und volksmissionarische Aktivitäten statt. Seit 1988 versucht ein "gemeinsamer Ausschuss" der Ev.-reformierten Kirche und der Ev.-altreformierten Kirche die Verbindungen zu vertiefen. Seit dem 1.1.2007 regelt ein Kooperationsvertrag die Beziehungen zwischen beiden Kirchen.
Die Ev.-altreformierte Kirche ist eine konfessionelle Freikirche. Die Gemeinden regeln ihre Angelegenheiten soweit wie möglich selbst. Eine Kirchensteuer wird nicht erhoben, die Gemeindeglieder zahlen freiwillige Beiträge. Zum Bekenntnis der Kirche gehören das Apostolikum, das Nicaenum und das Athanasianum sowie das Niederländische Glaubensbekenntnis (1559), der Heidelberger Katechismus (1562) und die Dordrechter Lehrsätze (1618/19, ohne Verwerfungslehre).

Ökumenische Beziehungen
Die Ev.-altreformierte Kirche in Niedersachsen ist Mitglied in der ACK Deutschland und Niedersachsen, im Reformierten Bund, im Diakonischen Werk Stuttgart und im Evangelischen Missionswerk Hamburg (EMW). Sie arbeitet insbesondere mit Kirchen in Indonesien (Sumba) und Bangladesch zusammen. Im diakonischen Bereich ist sie vor allem in Rumänien tätig.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker
Bathorner Diek 3
49846 Hoogstede

Telefon: (05944) 15 81

Evangelisch-methodistische Kirche

Kurzinfo:
Die methodistische Erweckungsbewegung begann im 18. Jahrhundert in England mit dem Wirken der Brüder John und Chares Wesley und hat sich seither in viele Länder der Erde ausgebreitet. Anliegen dieser Bewegung ist, Menschen zu einer persönlichen Erfahrung des Glaubens und der Gewissheit des Heils zu rufen (Rechtgertigung), ihnen die verwandelnde und Leben spendende Kraft der Gnade Gottes nahezubringen (Heiligung) und Gemeinden zu bilden, in denen durch das Studium der Bibel und den Austausch von Erfahrungen Menschen einander auf dem Weg des Glaubens begleiten.
Nach Deutschland kam die methodistische Bewegung durch Rückwanderer aus England und Amerika, diedort durch methodistische Verkündigung zum Glauben gekommen waren.
Mitglied in der EmK wird man durch die Taufe und ein Bekenntnis zu Christus vor der Gemeinde, das auch ein Verpflichtung zur Mitarbeit und Unterstützung der Kirche einschließt.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Kirchenkanzlei
Ludolfusstr. 2-4
60487 Frankfurt a. M.

Telefon: (069) 24 25 21-0
Fax: (069) 24 25 21-29

Evangelische Brüder-Unität

Herrnhuter Brüdergemeine

Kurzinfo:
Die Brüder-Unität ist eine kleine evangelische Freikirche, die infolge ihrer ausgedehnten Missionstätigkeit in der ganzen Welt verbreitet ist. Das Leben in einer Glaubensgemeinschaft ist ein entscheidendes Element der Herrnhuter Brüdergemeine.
Die Herrnhuter Brüdergemeine wurde 1722 durch Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Mähren gegründet.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Direktion / Vogtshof
Zittauer Str. 20
02747 Herrnhut

Postfach 21
02745 Herrnhut

Telefon: (035873) 4 87-0
Fax: (035873) 4 87 99
e-Mail: info@ebu.de
Weiterer Kontakt:
Badwasen 6
Telefon: (07164) 94 21 - 0
Fax: (07164) 94 21 - 99

Evangelische Kirche in Deutschland

Kurzinfo:
In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die Gemeinschaft von 23 lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen ihre institutionelle Gestalt gefunden. Diese Gemeinschaft ist auf allen Ebenen föderal aufgebaut. Sie wurde 1948 in Eisenach gegründet. Aufgabe der EKD ist es, sich um die Festlegung und Vertiefung der Gemeinschaft zwischen den Gliedkirchen zu bemühen, diesen bei der Erfüllung ihres Dienstes zu helfen und den Austausch der Mittel und Kräfte zu fördern.
Organe der EKD sind Synode, Rat und Kirchenkonferenz.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Kirchenamt der EKD
Herrenhäuser Str. 12
30419 Hannover

Postfach 21 02 20
30402 Hannover

Telefon: (0511) 27 96-0
Fax: (0511) 2796-707 / 717
e-Mail: ekd@ekd.de

Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland

Kurzinfo:
Die Geschichte des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland als einer selbstständigen katholischen Ortskirche beginnt mit dem 1. Vatikanischen Konzil (1868/70). Gegen die neuen Lehrsätze, die im Vatikanischen Konzil festgelegt worden sind, erhob sich Widerspruch. Da die Unfehlbarkeitsgegner die vatikanischen Dogmen als neue, unrechtmäßige Hinzufügung zum katholischen Glauben erachteteten, wurden sie bald "Alt-Katholiken" genannt. Weil sie nach und nach von Rom exkommuniziert wurden, aber am herkömmlichen katholischen Glaubenfesthalten wollten, sahen sie sich in der Folgezeit gezwungen, sich eine eigene kirchliche Organisation zu geben. Maßgebend dafür waren Reformen aus dem synodalen Geist der alten, im Wesentlichen ungeteilten Kirche des 1. Jahrtausends.
Auf synodalem Wege wurden seit 1874 zahlreiche Reformen beschlossen, u.a. die Aufhebung der Verpflichtung zur Ohrenbeichte (1874) und zum Zölibat der Geistlichen (1878), eine Neuordnung der Liturgie, die den Gebrauch der Muttersprache statt der lateinischen Gottesdienstsprache ermöglichte (1885), eine Erklärung gegenseitiger Gastbereitschaft bei der Eucharistiefeier mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (1985) und die Einbeziehung von Frauen in den Diakonat (1981) sowie schließlich in das volle geistliche Amt (1994). Die ersten Priesterinnen wurden in Deutschland 1996 geweiht.
Die Alt-Katholiken führten von Anfang an einen regen ökumenischen Dialog mit anderen Kirchen.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Gregor-Mendel-Str. 28
53115 Bonn

Telefon: (0228) 23 22 85
Fax: (0228) 23 83 14

Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland

Kurzinfo:
Die Koptisch (d.h. ägyptisch)-Orthodoxe Kirche ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im ersten christlichen Jahrhundert von dem heiligen Evangelisten und Apostel Markus (gest. 68 n. Chr.) gegründet wurde. Sie gehört zur Familie der sog. Orientalischen Orthodoxen Kirchen. Sie wird auch die Kirche der Märtyrer genannt, weil sie nie Staatskirche gewesen ist, sondern sich von Anbeginn in einer Umwelt behaupten musste, die dem Christentum feindlich gegenüberstand.
Die koptisch-orthodoxen Christen glauben an die zwei Naturen des Herrn in einer Person: Er ist vollkommen in Seiner Gottheit und er ist vollkommen in seiner Menschheit, aber Seine Gottheit und Menschheit wurden miteinander verbunden in einer Natur, die man nennen kann: "Die Natur des fleischgewordenen Wortes", wie der hl. Kyrillos von Alexandrien sagte.
Die Koptische Orthodoxe Kirche ist Gründungsmitglied des ÖRK.
Kontakt:
Koptisch-Orthodoxes Kloster
Propsteistraße 1 a
37671 Höxter-Brenkhausen

Telefon: (05271) 1 89 05
Fax: (05271) 1 89 05

Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden

Kurzinfo:
Der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden ist eine evangelische Freikirche in Deutschland auf der Grundlage einer evangelikal-charismatischen Frömmigkeit bzw. Theologie. Er bietet selbstständigen Ortsgemeinden eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft an mit dem Ziel, diese Gemeinden darin zu unterstützen, Gott durch ein kontinuierliches Wachstum in den biblisch vorgegebenen Werten und Zielen für die Gemeinde Jesu zu verherrlichen.
Die Gemeinden des MV erstreben
· einen durch Wort und Geist gelebten Glauben
· eine biblische Theologie
· eine glaubwürdige Evangelisation
· verbindliche, christliche Gemeinschaft
· eine ganzheitliche Diakonie und
· eine zielorientierte Gemeindestrategie.
Darüber hinaus suchen sie einen Beitrag zu leisten
· zur Evangelisation Deutschlands, auch durch neu zu gründende Gemeinden
· zur Einheit der Kirche Jesu Christi durch Zusammenarbeit, die vor Ort durch gegenseitige Achtung und Liebe bestimmt wird und
· zur Weltmission, durch Entsendung von Mitarbeitern.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Habenhauser Dorfstraße 27
28279 Bremen

Telefon: (0421) 8 39 91 30
Fax: (0421) 8 39 91 36

Orthodoxe Kirche in Deutschland

Kurzinfo:
Zur Orthodoxen Kirche in Deutschland gehören zehn Bistümer, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben oder wenigstens mit einigen Gemeinden dort vertreten sind, auch wenn sich ihr Sitz im Ausland befindet bzw. ihr jeweiliges Territorium über ein größeres Gebiet erstreckt. Gemeinsam repräsentieren sie die Gesamtheit der orthodoxen Christen in Deutschland.
Ihre Existenz ist das Ergebnis eines mehrhundertjährigen Prozesses der Zuwanderung und Ansiedlung von Orthodoxen in Deutschland, auf Grund dessen die Orthodoxie heute mit gut 1,4 Millionen Gläubigen die drittstärkste christliche Konfession des Landes ist.
Alle diese Bistümer stehen einerseits in einer jurisdikionellen Bindung an die jeweiligen autokephalen Kirchen in der alten Heimat, haben aber andererseits in den letzten Jahren zunehmend enge Strukturen der Zusammenarbeit in Deutschland entwickelt, die seit dem Februar 2010 als Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland konstituiert sind.
Damit werden die Vorgaben der IV. Präkonziliaren Panorthodoxen Konferenz umgesetzt, die im Juni 2009 in Chambésy bei Genf getagt und die Errichtung solcher Bischofskonferenzen in der orthodoxen Diaspora beschlossen hatte. Die Präkonziliare Panorthodoxe Konferenz hat die Zielsetzung des neuen Gremiums so umrissen: „Aufgabe und Verantwortung dieser Bischofskonferenzen wird die Sorge um die Sichtbarmachung der Einheit der Orthodoxie und die Entfaltung gemeinsamen Handelns aller Orthodoxen in jeder Region sein, zur Erfüllung der pastoralen Bedürfnisse der dort lebenden orthodoxen Christen, zur gemeinsamen Repräsentation aller Orthodoxen gegenüber den Nicht-Orthodoxen und der ganzen Gesellschaft dieser Region, zur Förderung der theologischen Ausbildung und der kirchlichen Erziehung etc“.
Die Gründung der Bischofskonferenz ist ein Zeichen der Integration der Orthodoxen Kirche in Deutschland. Sie ist mit ihrem Sekretariat in Dortmund ansässig. Vorsitzende ist ex officio Metropolit Dr. Augoustinos (Labardakis) vom Ökumenischen Patriarchat.

In der Orthodoxen Bischofskonferenz von Deutschland sind die folgenden orthodoxen Diözesen vertreten:
• Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland (Ökumenisches Patriarchat)
• Exarchat der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa (Ökumenisches Patriarchat)
• Ukrainische Orthodoxe Eparchie von Westeuropa (Ökumenisches Patriarchat)
• Griechisch-Orthodoxe Metropolie des Patriarchats von Antiochien für West- und Mitteleuropa
• Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche - Moskauer Patriarchat
• Russische Orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland (Russische Orthodoxe Kirche im Ausland)
• Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa
• Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa
• Bulgarische Diözese von West- und Mitteleuropa:
• Westeuropäische Diözese der Georgischen Orthodoxen Kirche

Weitere Informationen:
Kontakt:
Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland
Splintstasse 6 a
44139 Dortmund

Telefon: (0231) 1 89 97 95 o. (0172) 2 88 99 44
Fax: (0231) 1 89 97 96

Römisch-katholische Kirche

Deutsche Bischofskonferenz – Verband der Diözesen Deutschlands

Kurzinfo:
Zur katholischen Kirche bekennen sich weltweit knapp eine Milliare Menschen. In Deutschland leben rud 27,2 Millionen Katholiken. Die katholische Kirche Deutschlands ist in 27 Bistümer unterteilt, die sich in sieben Kirchenprovinzen gliedern. Den sieben Erzdiözesen (Bamberg, Berlin, Hamburg, Freiburg, Köln, München-Freising und Paderborn) steht jeweils ein Erzbischof als Leiter der Kirchenprovinz vor. Die drei deutschen Kardinäle sowie zahlreiche Diözesanbischöfe nehmen neben der Verantwortung für ihre Diözese zudem gesamtkirchliche Aufgaben wahr.

Die deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der Bischöfe der Teilkirchen in Deutschland. ERstmals kamen die deutschen Bischöfe 1848 in Würzburg zu einer gemeinsamen Konferenz zusammen.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Kaiserstraße 161
53113 Bonn

Telefon: (0228) 10 3-0
Fax: (0228) 103-330

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Kurzinfo:
In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) haben sich verschiedene lutherische Bekenntniskirchen zusammengeschlossen, deren geschichtliche Wurzeln bis in das vorige Jahrhundert reichen. ERste Gemeindebildungen erfolgten ab 1830, aus dem Widerstand gegen die Einführung der Union in Preußen.
In ihrer "Grundordnung" hat die SELK ihre Bindung an die Heilige Schrift "als an das unfehlbare Wort Gottes" und an die lutherischen Bekenntnisschriften, "weil in ihnen die schriftgemäße Lehre bezugt ist", festgeschrieben (Artikel 1).
Neben den Gottesdiensten als dem Zentrum gemeindlichen Lebens gehört das missionarische Engagement (besonders durch die "Lutherische Kirchenmission [Bleckmarer Mission]" im In- und Ausland, durch die Rundfunkmission "Lutherische Stunde" sowie durch gemeindemissionarische Impulse des "Amtes für Gemeindedienst" und die diakonische Arbeit zu den besonderen Aufgaben.
Sowohl in der Kirchenleitung als auch in der alle vier Jahre tagenden Kirchensynode sind sowohl Pfarrer als auch Gemeindeglieder vertreten. Der Kirchenleitung steht der Bischof vor.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Schopenhauerstraße 7
30625 Hannover

Postfach 69 04 07
30613 Hannover

Telefon: (0511) 55 78 08
Fax: (0511) 55 15 88
e-Mail: selk@selk.de

Syrische Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland

Kurzinfo:
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien gehört zur Familie der so genannten Orientalilschen Orthodoxen Kirchen. Ihre Gründung führt sie auf die von Jerusalem nach Antiochien geflohenen Juden bzw. Apostel und Propheten (Apg 11, 19 ff) zurück. Der rechtmäßige Gründer der antiochenischen Gemeinde bzw. der syrischen Kirche ist der Apostel Simon Kephan (Petrus). Die Organisatoren der antiochenischen Gemeinde waren Paulus und Barnabas.
Die Konflikte im Nahen Osten zwangen viele syrisch-orthodoxe Christen, ihre Heimat zu verlassen und Zuflucht in anderen Ländern, so auch in Deutschland zu suchen. Derzeit leben ca. 40.000 syrisch-orthodoxe Christen in Deutschland. Davon stammen etwa 3.000 aus Syrien, dem Irak und dem Libanon.
Die Syrisch-Orthodoxe Kiche ist seit 1960 Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen.
Kontakt:
Kloster Mor Jakob v. Sarug
Klosterstraße 10
34414 Warburg

Telefon: (05641) 74 05 64
Fax: (05641) 74 18 68

Gastmitglieder

Apostelamt Jesu Christi

Kurzinfo:
Das Apostelamt Jesu Christi ist eine selbstständige und unabhängige Kirche. Seine geistliche Stellung und Berufung ist mit dem Neuen Testament begründet. Die Lehre steht auf dem Fundament der Heiligen Schrift - dem Alten und dem Neuen Testament.
Das Apostelamt hat sein eigenes Glaubensbekenntnis. Die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse (Apostolikum, Nicaenum, Athanasium) werden anerkannt.
Hauptanliegen ist eine umfassende Seelsorge an dem einzelnen Menschen und der Familie. Diese seelsorgerische Arbeit wird innerhalb der jeweiligen Kirchengemeinde mit Diakonen und Unterdiakonen organisiert. Die Priester werden von den Ältesten angeleitet, diese wiederum vom zuständigen Apostel, dem zur weiteren Festigung der Glaubensaussagen noch Propheten, Evangelisten und Hirten zur Seite stehen.
Kontakt:
Postfach 10 01 17
03001 Cottbus

Telefon: (0355) 54 12 27
Fax: (0355) 54 12 27

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland

Kurzinfo:
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFeG) ist ein freikirchlicher Gemeindebund. Die Anfänge der Freien evangelischen Gemeinden gehen auf die Erweckungsbewegung in Frankreich und der Schweiz zurück. Dort entstanden evangelische Gemeinden, die staatsunabhängig sein wollten (1816 Genf, 1832 Lyon). In Deutschland entstand die erste Freie evangelische Gemeinde durch den Kaufmann Hermann Heinrich Grafe in Wuppertal. Auch in anderen Regionen bildeten sich bald weitere Gemeinden, die sich 1874 zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammenschlossen.
Als verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben betrachten die Freien evangelischen Gemeinden im Anschluss an die reformatorische Tradition die Bibel als das geoffenbarte Wort Gottes, dessen Mitte die Botschaft von der freien Gnade Gottes ist.
Der Gemeindebund versteht sich als eine "geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft von selbstständigen Ortsgemeinden". Dabei begründet die Bundesgemeinschaft mit ihren Organen keine übergeordnete Kirchenstruktur mit einem zentralen kirchlichen Leitungs- und Lehramt.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Bundeshaus
Goltenkamp 4
58452 Witten

Postfach 40 05
58426 Witten

Telefon: (02302) 9 37-40
Fax: (02302) 9 37-99
e-Mail: bund@feg.de

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Kurzinfo:
Die Wurzeln der Siebenten-Tags-Adventisten finden sich in den Erweckungsbewegungen, die um 1800 in Europa und den Vereinigten staaten zum lebendigen Glauben an Christus führen wollten. Die Adventisten gründeten 1863 ihre Generalkonferenz als oberste, weltweite Leitung und gaben sich die Form einer Feikirche. Die erste Gemeinde in Deutschland entstand 1875 in Wuppertal-Vohwinkel.
Die Taufe stellt den Beginn eines Lebens mit Christus dar. Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus als Erlöser erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben. Die Zehn Gebote sind von Christus in der Bergpredigt erklärt und vertieft. Das Halten der Gebote kann niemanden erretten. Aber wer Jesus nachfolgt, für den sind sie ewige, unabänderliche Maßstäbe seines Handelns. Dazu gehört auch die Beachtung des vierten Gebotes: die Heiligung des Sabbats, des heutigen Samstags.
Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass Jesus Christus wiederkommt, ohne dabei mit irgendwelchen Daten zu spekulieren. Das Abendmahl, dem die Fußwaschung vorausgeht, wird in der Regel vierteljährlich gefeiert. Adventisten glauben an den dreieinigen Gott und stimmen mit den drei altkirchlichen Bekenntnissen überein. Die Bibel ist die alleinige Grundlage ihres Glaubens.

Weitere Informationen:
Kontakt:
Referat für zwischenkirchliche Beziehungen
Senefelderstraße 15
73760 Ostfildern-Ruit

Telefon: (0711) 4 48 19-14
Fax: (0711) 4 48 19-60

Ständige Beobachter

Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise e.V.

(AÖK)

Kurzinfo:
Die AÖK versteht sich als Motor der ökumenischen Bewegung. Sie will die Erneuerungs- und Einigungsbestrebungen der einen Kirche Jesu Christi lebendig und gemeindenah gestalten.
Die AÖK wurde 1969 als Gemeinschaft aus freien ökumenischen Gruppen und Kreisen gegründet, die in den verschiedenen christlichen Kirchen ihren Ausgangspunkt und schon viele Jahre ökumenische Erfahrungen gesammelt hatten. Von Anfang an hielt die AÖK intensive Verbindung zur ÖC, die auch während der ersten Jahre die Geschäftsführung innehatte.
In der AÖK arbeiten je nach lokalen, regionalen oder überregionalen Möglichkeiten folgende Gruppierungen mit:
Una Sancta München (gegründet 1938), Action 365, Dr. Kurt Hellmich Stiftung für theologische Forschung, Weltgebetstag, Ökumenisches Domgymnasium Magdeburg, Internationale Ökumenische Gemeinschaft (IEF) deutsche Region, Aktion Neu Anfangen, Netzwerk für Konfessionsverbindende Ehen und Familien, Ökumenische Gesprächskreise, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Schwerpunktthemen der letzten Jahre: Auseinandersetzungen mit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, Ökumene im Religionsunterricht, Beitrag der Freikirchen für die Ökumene in Deutschland, Begegnungsforum für konfessionsverschiedene Ehen und Familien.

Weitere Informationen:
Kontakt:
Alpenstr. 6
82418 Hofheim/Murnau

Telefon: (08847) 61 41
Fax: (08847) 60 75

Christinnenrat

Weitere Informationen:
Kontakt:
Bundesgeschäftsstelle
c/o kfd
Prinz-Georg-Str. 44
40477 Düsseldorf

Telefon: (0211) 4 49 92-82
Fax: (0211) 4 49 92-88

Evangelisches Missionswerk in Deutschland

Kurzinfo:
Das EMW ist ein Dachverband, dem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), evangelische Freikirchen, regionale Missionswerke sowie einzelne missionarische Verbände und Einrichtungen angehören. Es hat insgesamt 24 Mitglieder. Darüber hinaus sind dem EMW zehn Missionsorganisationen verbunden, die als „Vereinbarungspartner“ bestimmte Dienstleistungen des EMW in Anspruch nehmen.
Überall auf der Welt leben Christen – Verbindung zu ihnen hält das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW). Durch seine weltweiten Beziehungen zu Kirchen und Christenräten nimmt das EMW teil am Leben der Kirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika, der Karibik, im Mittleren Osten und im Pazifik.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Normannenweg 17-21
20537 Hamburg

Telefon: (040) 2 54 56-0
Fax: (040) 25 42 9 - 87

Religiöse Gesellschaft der Freunde

Quäker

Kurzinfo:
Die Anfänge dieser Religionsgemeinschaft gehen auf eine Bewegung von „Suchenden“ zurück, die sich in den Umbruchsjahren Mitte des 17. Jahrhunderts in England um George Fox sammelten. Enttäuscht von den Kirchen ihrer Zeit, in deren Strukturen und Wirkungen sie Widersprüche zu christlichen Kernaussagen wahrnahmen, strebten sie an, den Geist der Urgemeinde wieder aufleben zu lassen. Wichtige Impulse haben sie aus der namentlich deutschen Mystik (Meister Eckart, Jakob Böhme) übernommen. So entwickelte sich die Religiöse Gesellschaft der Freunde (Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. – Joh 15, 14) als eine spirituelle Gesellschaft ohne Hierarchien, Dogmen und Riten. Der Zusatz „Quäker“ (Zitterer) spiegelt den Spott wider, den sie neben empfindlichen Verfolgungen in den ersten Jahrzehnten haben erleiden müssen. Heute steht er gleichwertig neben der Bezeichnung „Freunde“.
Im Mittelpunkt des religiösen Lebens steht die Stille Andacht. In dieser Stunde suchen die Freunde in der Versenkung, sich dem Geist zu öffnen. Erfahrungen und Erkenntnisse, die aus der Tiefe dieser Stille erwachsen, werden mit anderen geteilt. Die Bibel wird wohl als besonders inspiriertes Buch gesehen, wieweit sie als Autorität empfunden wird, bleibt der Eigenverantwortung der Einzelnen überlassen.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Deutsche Jahresversammlung e.V.
Bombergallee 9
31812 Bad Pyrmont

Telefon: (05281) 44 13