An der Einheit festhalten - Vorstand der ACK besuchte verschiedende Enrichtungen in Rom

ACK-Vorstand un Papst

Der Vorstand der ACK bei seiner Begegnung mit Papst Franziskus: Erzpriester Constantin Miron, Geschäftsführerin Elisabeth Dieckmann, Bischöfin i.R. Rosemarie Wenner, Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Papst Franziskus, Bischof Martin Hein, Reverend Christopher Easthill, Pfarrer Marc Witzenbacher (v.r.n.l.), Foto: L´Osservatore Romano

(16.06.2017) Das Reformationsjahr ist eine Chance für die Ökumene, davon ist der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland überzeugt. In ihren Bemühungen bestärkte auch Papst Franziskus die ACK in Deutschland. Während eines Besuchs in Rom hatte der Vorstand dem Papst von den Aktivitäten der ACK zum Reformationsjahr berichtet. In Rom begegnete der Vorstand auch Mitgliedern der Waldenserfakultät, dem Repräsentanten der Anglikanischen Kirche in Rom und Kurt Kardinal Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. 

Papst Franziskus bestärkte die ACK in ihren Bemühungen, die Gemeinsamkeiten der Kirchen zu betonen und das Miteinander zu fördern. Er bedankte sich besonders für das Engagement der Kirchen für den ökumenischen Tag der Schöpfung. Der Vorstand der ACK hatte dem Papst zudem das Wort „Versöhnt miteinander“ überreicht, das die Mitgliederversammlung zu 500 Jahre Reformation verabschiedet hatte. Sie übergab ihm auch den Bericht einer Tagung, die sich mit den Ergebnissen des Zweiten Vatikanischen Konzils aus multilateraler ökumenischer Perspektive beschäftigt hatte.

Zuvor war der Vorstand der ACK mit Kurt Kardinal Koch zusammengetroffen. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen lobte die gemeinsamen Aktivitäten der deutschen Kirchen und bat sie, sich besonders mit der Vision der Einheit der Kirchen auseinanderzusetzen und eine gemeinsame Sicht dieser Einheit zu entwickeln. Das Jahr 2017 sei nur der Anfang eines Prozesses, der sich immer mehr in Richtung der Einheit der Kirchen entwickeln müsse, so der Kardinal. Als Perspektive nannte Koch das Jahr 2030, in dem man auf 500 Jahre Confessio Augustana zurückblicken könne. Das Dokument, in dem sich die Kirchen „so nah wie noch nie“ gewesen seien, sollte Ansporn sein, noch mehr Einheit zu suchen und dafür konkrete Perspektiven zu entwickeln.

Außerdem besuchte der Vorstand die Fakultät der Waldenser, an der sich protestantische Studierende aus aller Welt auf einen Dienst in einer Gemeinde vorbereiten. Die Situation der Minderheitskirchen in Italien habe sich in den letzten Jahren verbessert, sagte Lothar Vogel, Vizedekan der Fakultät. So habe man nicht nur seitens der evangelischen Kirchen in Italien zu mehr Einheit finden können, sondern auch die Beziehungen zur katholischen Kirche seien gewachsen. Im Anglican Centre hatte der Botschafter der Anglikanischen Kirche in Rom, Erzbischof David Moxon, diesen Eindruck bestätigt. Er berichtete dem Vorstand der ACK von der ersten anglikanischen Vesper im Petersdom im Frühjahr diesen Jahres.

„Wir sehen in dieser Zeit einen großen Kairos für weitere ökumenische Schritte“, zog Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der ACK in Deutschland, eine erste Bilanz des Besuchs in Rom. Der Vorstand sei in seinem Bemühen gestärkt worden, die geistliche Ökumene zu stärken und aus gemeinsam aus den Impulsen der Reformation zu lernen. Weitere Stationen der Reise waren das Collegium Germanicum et Hungaricum, an dem deutsche und osteuropäische Studierende auf das Priesteramt vorbereitet werden, sowie die Deutsche Botschaft am Heiligen Stuhl.