Dresden: Sechs Religion verabschieden Wort für Religionsfreiheit

Dresdner Wort der Religionen

Vertreter von sechs Religionen haben das "Dresdner Wort der Religionen" unterzeichnet; Foto: Bistum Dresden-Meißen, Elisabeth Meuser

(03.10.2016) Vertreter von sechs Religionen haben im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden ein "Wort der Religionen" verabschiedet. Zu den Erstunterzeichnern gehörten der Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, der evangelische Landesbischof von Sachsen, Carsten Rentzing, sowie der Rabbiner der jüdischen Gemeinde Dresden, Alexander Nachama. Die ACK Sachsen war maßgeblich an der Entstehung des Papieres beteiligt. Mit der gemeinsamen Erklärung bekräftigen Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Sikhs und Bahá’í das Recht auf Religionsfreiheit. Allerdings beklagen sie auch die mangelnde Freiheit der Religionsausübung in vielen Teilen der Welt und die Verfolgung und Unterdrückung von Andersgläubigen.

"Religionen sind ein wichtiger Teil des vereinten Deutschlands", sagte Elisabeth Naendorf von der ACK in Sachsen. Die Christen stellen zwar mit Abstand die größte Religionsgemeinschaft in Sachsen dar, jedoch betrage der Anteil von Menschen, die sich zu einer Religion bekennen, in Sachsen insgesamt nur 20 Prozent. "Wir sind hier alle Minderheit", sagt Naendorf. So haben sich die sechs Religionen auch zusammengeschlossen, um sich bei den Feierlichkeiten in einem Zelt der Religionen zu präsentieren. Für das Miteinander gebe es viele Grundlagen. Verbindend sei beispielsweise die Goldene Regel, die in allen Religionen gelte.

Dresdner Wort der Religionen

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