Interreligiöse Hilfe für Flüchtlinge verstärken

Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der ACK in Deutschland, sprach beim Flüchtlingskongress in Schwäbisch Gmünd, Foto: Bistum Speyer

Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der ACK in Deutschland, sprach beim Flüchtlingskongress in Schwäbisch Gmünd, Foto: Bistum Speyer

(05.07.2016) Für mehr interreligiöse Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe hat sich der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Bischof Karl-Heinz Wiesemann, ausgesprochen. Bei einem Kongress zur Flüchtlingshilfe im christlichen Tagungszentrum Schönblick (Schwäbisch Gmünd) sagte Wiesemann: "Es ist uns als ACK in Deutschland ein besonderes Anliegen, dass die Sorge für schutzsuchende Menschen und der Dialog zwischen den Religionen enger als bisher miteinander verknüpft werden."

Wiesemann, der die Schirmherrschaft für den Kongress "Angekommen!- Angenommen? Flüchtlinge unter uns" übernommen hatte, ermutigte dazu, Flüchtlingen so rasch wie möglich Perspektiven einer echten gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen. "Keinesfalls dürfen wir zulassen, dass politische Demagogen die Ängste und Verunsicherungen der Bevölkerung zusätzlich schüren und für ihre eigene menschenfeindliche Agenda missbrauchen", sagte der Bischof. Die ACK habe vielfältige Erfahrungen mit der Integration und im interreligiösen Dialog, vor allem in den Migrationskirchen, die Mitglieder der ACK sind. Wiesemann ermutigte dazu, die Strukturen der ACK auf den verschiedenen Ebenen in der Flüchtlingsarbeit zu nutzen.

Die Hilfe für Flüchtlinge sei ein christliches Gebot der Barmherzigkeit, sagte Wiesemann mit einem Hinweis auf die Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag des Migranten und Flüchtlings 2016. "Als Christen sind wir dazu berufen, unser Herz den Schutzsuchenden und Notleidenden unserer Tage zu öffnen und ihnen konkrete Hoffnung zu geben", sagte Wiesemann. Er wies in diesem Zusammenhang auf das von der ACK, dem Zentralrat der Juden und vier muslimischen Verbänden ins Leben gerufene Projekt "Weißt du, wer ich bin?", das interreligiöse Initiativen in der Flüchtlingshilfe unterstützt.

Grußwort von Bischof Karl-Heinz Wiesemann im Wortlaut