Christliche Patientenvorsorge – „Sterben gehört zum Leben“

 

 

(04.09.2012) Die Ökumenische Centrale, die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, verfolgt die aktuelle Diskussion um die Sterbehilfe.

Sie würdigt die Schwierigkeit von Politikern, Seelsorgern, Ärzten und Pflegepersonal wie auch von Richtern, in ethisch schwierigen Fragen zu eindeutigen Antworten und Lösungen zu kommen. Gleichzeitig sei festzuhalten, dass das Strafrecht nur eingeschränkt auf Grenzfragen des Lebens und Sterbens anzuwenden sei.

Die Ökumenische Centrale verweist in diesem Zusammenhang auf die Christliche Patientenvorsorge, die Gestaltungsmöglichkeiten zwischen unzumutbarer Verlängerung und nicht verantwortbarer Verkürzung des Lebens aufzeigen will.

Die Ärztin Dr. Annegret Klaiber war für die ACK, wie bei der Abfassung der früheren Christlichen Patientenverfügungen, an der Neuformulierung der Christlichen Patientenvorsorge beteiligt. Dort wird die deutliche Ablehnung der Tötung auf Verlangen und der ärztlichen Beilhilfe zur Selbsttötung betont.

„Als Christen vertrauen wir darauf, dass wir auch in schweren Zeiten und auch im Sterben in Gottes Hand sind. Das hindert uns daran, das eigene Leben, das von Angehörigen und von Schutzbefohlenen (z.B. Patienten) gering zu achten und aufzugeben. Und das hilft uns auch, Menschen zu begleiten, Verständnis, Beistand, Linderung der Beschwerden und sorgfältige Pflege zu gewähren. Leben ist kostbar und Sterben gehört zum Leben. Und das ist gut so“, ist Dr. Klaiber überzeugt.

„Wir wollen Menschen ermutigen, sich mit dem Sterben und den eigenen Wünschen im Umgang mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung auseinanderzusetzen und mit vertrauten Menschen darüber ins Gespräch zu kommen“, heißt es im Geleitwort der im vergangenen Jahr vorgestellten Christlichen Patientenvorsorge.

„Die Gegenwart Jesu Christi gibt Menschen den Mut und die Hoffnung, selbst in den schwierigsten Situationen ihres Lebens Zeichen des kommenden Reiches Gottes wahrzunehmen und weiterzugeben. Sie gibt auch die Kraft, Menschen auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens zu begleiten“, formuliert die Broschüre.

Die Christliche Patientenvorsorge kostet von 0,27 Euro (zzgl. Porto) und kann im Shop bestellt werden.