Geschichte und Anliegen

Gottesdienst zum ökumenischen Tag der Schöpfung, Nagold 2012 (Foto: ACK)

Christen glauben an Gott, den Schöpfer. Den Raubbau an der Natur sehen sie mit großer Sorge. Deshalb lud der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. 1989 die "ganze orthodoxe und christliche Welt" dazu ein, am 1. September für die Schöpfung zu beten. Die Kirchen nahmen in der Charta Oecumenica diese Initiative auf und empfehlen, "einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen".

Die ACK in Deutschland hat diese Empfehlung auf einem Informationstag in Brühl (2008) und einer Fachtagung in Mainz (2009) beraten und sich auf ihrer Mitgliederversammlung (2009) zu eigen gemacht. Auf dem zweiten Ökumenischen Kirchentag in München (2010) hat sie den ökumenischen Schöpfungstag feierlich proklamiert. Die bundesweite Feier findet in jedem Jahr am ersten Freitag im September statt. Im Mittelpunkt stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz.

In den Gemeinden kann der Schöpfungstag auch an einem anderen Tag innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober gefeiert werden. So kann man auf bereits in verschiedenen Orten und Regionen gewachsene Traditionen und Ferientermine Rücksicht nehmen.