Symposium zu 30 Jahre Ökumenische Versammlung in der DDR

Logo Ökumenische Versammlung in der DDR, Bild: WikiCommons

(05.02.2019) Am 27. März 2019 lädt die ACK in Deutschland zusammen mit sechs weiteren Organisationen zu einer Tagung in der Katholischen Akademie Berlin ein, in der Zeitzeugen, Historiker und kirchenleitende Persönlichkeiten die Konsequenzen und Folgen der Ökumenischen Versammlung in der DDR bedenken wollen. Die Ökumenische Versammlung fand in den Jahren 1988 und 1989 statt. In einem rund 15-monatigen Prozess, zu dem Vertreter der Kirchen und von kirchlichen Basisgruppen zusammenkamen, sollte ein theologisches Konzept der Umkehr und der vorrangigen Option für die Armen, für Gewaltfreiheit und fürden Schutz und die Förderung des Lebens erarbeitet werden. Dieses Konzept sollte zu einem verbindlichen und gemeinsamen Handeln der Kirchen und Christen aufrufen.

Ökumenische Versammlung fand große Beachtung

Die Ökumenische Versammlung hat zu einer Zeit, da sich in vielen ostmitteleuropäischen Ländern der Umbruch schon deutlich abzeichnete, in den Kirchen der DDR, in der Öffentlichkeit, bei den höchst beunruhigten staatlichen Stellen und in der Ökumene viel Beachtung erfahren. So wurde die Ökumenische Versammlung in der DDR zu einem Vorzeichen und Wegweiser der Friedlichen Revolution im Herbst 1989.

Ihren Ursprung hatte die Versammlung mit Stationen in Dresden und Magdeburg im konziliaren Prozess, der 1983 mit einem Aufruf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Vancouver begann und u.a. in der Europäischen Ökumenischen Versammlung in Basel sowie in der Weltkonvokation in Seoul seinen Fortgang fand.

Linien in die Gegenwart ziehen

Die Veranstaltung am 27. März in Berlin will die Bedeutung des konziliaren Prozesses in der DDR mit Zeitzeugen noch einmal nachzeichnen und Linien in die Gegenwart ziehen: Welche unmittelbaren Wirkungen gab es? Was bleibt für die Gegenwart? Zu welchen Themen müsste es heute ein gemeinsames und verbindliches Wort der Kirchen und Christen geben? Wäre ein konziliarer Prozess unter den veränderten kirchlichen und gesellschaftlichen Bedingungen heute überhaupt noch möglich?

An der Tagung wirken u.a. auch Bischof Gerhard Feige (Magdeburg), Bischof Markus Dröge (Berlin), Ellen Ueberschär (Berlin) und die Historikerin Katharina Kunter mit. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, eine Anmeldung ist erbeten (siehe Link unten).

Programm 30 Jahre Ökumenischer Versammlung in der DDR, 27. März in der Katholischen Akademie Berlin

Anmeldung zur Tagung bei der Katholischen Akademie Berlin