Mit Blick auf den scheidenden DBK-Vorsitzenden würdigt die ACK die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Die Deutsche Bischofskonferenz sei in dieser Zeit ein wichtiger Partner mit einem „großen ökumenischen Herz“ gewesen. Zahlreiche Begegnungen, gemeinsame Gottesdienste und ein offener Austausch hätten Brücken gebaut – sowohl innerhalb der eigenen Kirche als auch zwischen den Konfessionen. Gerade angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen sei es ein gemeinsames Anliegen gewesen, die Ökumene als Schlüssel für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben zu stärken.
Zugleich gratuliert die ACK dem neu gewählten Vorsitzenden, Bischof Dr. Heiner Wilmer, zu seinem Amt und verbindet dies mit Segenswünschen für seine neuen Aufgaben. Seine bisherige Arbeit in gesellschaftlichen und sozialen Fragen sowie seine internationalen Leitungserfahrungen seien gute Voraussetzungen für die neue Verantwortung. Besonders begrüßt wird, dass Wilmer der ökumenische Dialog ein wichtiges Anliegen ist und er bereits vielfältige ökumenische Initiativen angestoßen hat.
Der ACK-Vorsitzende erinnert in seinem Schreiben auch an den Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und hebt hervor, dass die Kirchen gerade in Zeiten globaler Krisen gemeinsam gefordert seien. Die ökumenische Zusammenarbeit bleibe deshalb ein zentraler Beitrag zu Frieden, Zusammenhalt und gesellschaftlicher Versöhnung. In diesem Zusammenhang verweist die ACK auf die geplante Annahme der revidierten Charta Oecumenica in Deutschland im September 2026 in Berlin, die mit einem ökumenischen Gottesdienst begangen werden soll.
Abschließend unterstreicht die ACK ihre Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit mit dem neuen DBK-Vorsitzenden. Ziel bleibe es, gemeinsam gegen Polarisierung zu wirken, den Dialog zu fördern und Menschen zu ermutigen, die Freude des Glaubens neu zu entdecken – im Geist eines ökumenischen Miteinanders, das Kirchen und Gesellschaft gleichermaßen stärkt.
