ACK-Vorsitzender Miron zum Synodalen Weg

Logo Synodaler Weg. Quelle: dbk/zdk

(30.01.2020) „Wir brauchen in den Kirchen in Deutschland den selbstkritischen, konstruktiven Dialog untereinander. Es ist gut, darüber nachzudenken, welche Bedeutung Glaube und Kirche in unserer Gesellschaft haben, um damit Wege für die Zukunft der Kirche zu eröffnen.“ Dies sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, vor dem Hintergrund der ersten Plenarsitzung des Synodalen Weges der römisch-katholischen Kirche, die von Donnerstag bis Samstag in Frankfurt am Main tagt. 230 Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Verbänden und anderen Bereichen des kirchlichen Lebens werden zu dem auf zwei Jahre angelegten Synodalen Weg erwartet. „Die Kirchen leben heute nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander. Was eine Kirche beschäftigt, wie in diesem Fall die römisch-katholischen Geschwister, das geht uns alle an“, so ACK-Vorsitzender Miron, der zugleich als offizieller Beobachter der Orthodoxen Bischofskonferenz den Synodalen Weg begleitet.

Insgesamt werden 18 Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen europäischen Ländern den Dialog mit den geplanten vier Plenarsitzungen beobachten. Darunter ist Generalsekretär Pastor Christoph Stiba, stellvertretendes ACK-Vorstandsmitglied und Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), der die ACK als Beobachter vertritt. Stiba äußerte sich gespannt zu den vor ihm liegenden Beratungen: „Der Synodale Weg kann ein ermutigendes Zeichen für die Ökumene sein. In der ACK arbeiten die unterschiedlichen Kirchen vertrauensvoll und konstruktiv zusammen. Sie geben der schon bestehenden Gemeinschaft Ausdruck, ohne Meinungsverschiedenheiten auszuklammern. Wichtig ist, dass wir aus den Erfahrungen lernen. Gerade mit meinem freikirchlich-baptistischen Hintergrund freue ich mich auf die etwas andere Erfahrung der Ökumene im Synodalen Weg. Ich bin gespannt, welche Impulse ich aus meinem Kirchenverständnis einbringen kann und wie wir gemeinsame Wege der Christusverkündigung entdecken können.“ Mit Blick auf die Charta Oecumenica, eine Selbstverpflichtung, die verschiedene christliche Kirchen in Europa eingegangen sind, betonten Miron und Stiba: „Die ACK setzt sich dafür ein, dass Menschen verschiedener Nationen und Ansichten sowie Kirchen aus verschiedenen kulturellen und theologischen Hintergründen vertrauensvoll zu einer verlässlichen Gemeinschaft zusammenwachsen, die positiv in die Gesellschaft ausstrahlt und für Gerechtigkeit und Frieden eintritt. Dass die ACK mit anderen Beobachterinnen und Beobachtern den Synodalen Weg begleitet, ist ein gutes Zeichen der dafür notwendigen Offenheit und Verständigung. Wir wünschen dem Synodalen Weg fruchtbringende und wegweisende Diskussionen über die Zukunft der Katholischen Kirche in Deutschland.“