Musikalisch war die St.-Ansgarvesper von einer ökumenischen Vielfalt geprägt: Zwei orthodoxe Chöre, zwei römisch-katholische Chöre sowie der Hamburger Bachchor St. Petri gestalteten den Gottesdienst. Die Predigt hielt Signe von Oettingen, Dompredigerin am Dom zu Ribe in Dänemark.
In seinem Grußwort gratulierte der Vorsitzende der ACK, Reverend Christopher Easthill, der St.-Ansgar-Vesper zum 60-jährigen Bestehen und überbrachte die Grüße und guten Wünsche aller 25 Mitglieds- und Gastkirchen der ACK in Deutschland. Mit einem augenzwinkernden Blick auf runde Geburtstage betonte Easthill, dass für die Sankt-Ansgarvesper selbstverständlich keine „Pensionierung“ anstehe – zumal sie im Vergleich zum Missionsauftrag Ansgars vor 1200 Jahren noch jung sei.
Easthill würdigte die besondere ökumenische Bedeutung der Vesper. Sie habe dazu beigetragen, dass der Name Ansgar heute eng mit Ökumene verbunden werde. Gerade im Ansgarjahr sei es ein starkes Zeichen, dass Christen aus vielen Konfessionen zusammenkommen, um gemeinsam an den ersten Bischof Hamburgs zu erinnern und dies in ökumenischer Verbundenheit untereinander und mit den Christen in ganz Dänemark tun.
Abschließend formulierte Reverend Easthill seinen Wunsch für die Ökumene: Demut. Kirchen sollten anerkennen, dass sie nicht die bessere oder gar beste Kirche seien, sondern jeweils nur ein Teil der einen Kirche. „Nur zusammen – im Gebet, im Gottesdienst, im Glauben und im Handeln – sind wir die Kirche unseres Herrn Jesus Christus“, so Easthill.
Im Anschluss an die Vesper waren alle Gäste und Teilnehmenden der Sankt-Ansgarvesper zu einem Empfang mit Begegnung im Seitenschiff der Hamburger St. Petri-Kirche eingeladen.
