60. Ökumenische Sankt-Ansgarvesper in Hamburg – Deutschlands ACK-Vorsitzender wirbt für mehr Demut im Umgang miteinander

Hamburg/Frankfurt a. Main (03.02.2026). - Mit der 60. Ökumenischen Sankt-Ansgarvesper wurde am Dienstag, 3. Februar 2026, um 19 Uhr, das Jubiläumsjahr „1200 Jahre Ansgar“ in Deutschland feierlich eröffnet. Der traditionsreiche Gottesdienst wurde von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hamburg organisiert und gilt als der älteste regelmäßig gefeierte ökumenische Gottesdienst der Hansestadt. Im Mittelpunkt der Vesper stand das gemeinsame Gedenken an den heiligen Ansgar, den ersten Bischof von Hamburg und „Apostel des Nordens“, dessen Missionsreise sich im Jahr 2026 zum 1200. Mal jährt. In Dänemark wurde das Jubiläumsjahr bereits am 25. Januar in Kopenhagen unter Beisein von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin eröffnet. Die Eröffnung in Deutschland wurde grenzüberschreitend gemeinsam mit Christinnen und Christen aus Dänemark und im Beisein des Vorsitzenden der ACK in Deutschland begangen.

Musikalisch war die St.-Ansgarvesper von einer ökumenischen Vielfalt geprägt: Zwei orthodoxe Chöre, zwei römisch-katholische Chöre sowie der Hamburger Bachchor St. Petri gestalteten den Gottesdienst. Die Predigt hielt Signe von Oettingen, Dompredigerin am Dom zu Ribe in Dänemark.

In seinem Grußwort gratulierte der Vorsitzende der ACK, Reverend Christopher Easthill, der St.-Ansgar-Vesper zum 60-jährigen Bestehen und überbrachte die Grüße und guten Wünsche aller 25 Mitglieds- und Gastkirchen der ACK in Deutschland. Mit einem augenzwinkernden Blick auf runde Geburtstage betonte Easthill, dass für die Sankt-Ansgarvesper selbstverständlich keine „Pensionierung“ anstehe – zumal sie im Vergleich zum Missionsauftrag Ansgars vor 1200 Jahren noch jung sei.

Easthill würdigte die besondere ökumenische Bedeutung der Vesper. Sie habe dazu beigetragen, dass der Name Ansgar heute eng mit Ökumene verbunden werde. Gerade im Ansgarjahr sei es ein starkes Zeichen, dass Christen aus vielen Konfessionen zusammenkommen, um gemeinsam an den ersten Bischof Hamburgs zu erinnern und dies in ökumenischer Verbundenheit untereinander und mit den Christen in ganz Dänemark tun.

Abschließend formulierte Reverend Easthill seinen Wunsch für die Ökumene: Demut. Kirchen sollten anerkennen, dass sie nicht die bessere oder gar beste Kirche seien, sondern jeweils nur ein Teil der einen Kirche. „Nur zusammen – im Gebet, im Gottesdienst, im Glauben und im Handeln – sind wir die Kirche unseres Herrn Jesus Christus“, so Easthill.

Im Anschluss an die Vesper waren alle Gäste und Teilnehmenden der Sankt-Ansgarvesper zu einem Empfang mit Begegnung im Seitenschiff der Hamburger St. Petri-Kirche eingeladen.

Grußwort