Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Fragen der Ökumene in Deutschland, die Zusammenarbeit von ACK und OBKD sowie die Auswirkungen weltweiter Spannungen auf das kirchliche Leben in Deutschland.
Reverend Easthill dankte Metropolit Augoustinos ausdrücklich für die langjährige und vielfältige Unterstützung der ACK seitens der Orthodoxen Bischofskonferenz und durch sein persönliches Wirken und Handeln selbst.
Ein Gespräch in großer ökumenischer Verbundenheit
Reverend Easthill würdigte die besondere Rolle, die Metropolit Augoustinos seit Jahrzehnten für die Ökumene in Deutschland einnimmt. Von 1978 bis 2007 war er Mitglied im Vorstand der ACK und hat den interkirchlichen Dialog maßgeblich geprägt. Für seine Verdienste wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ökumenepreis der ACK im Jahr 2017.
Metropolit Augoustinos betonte die Bedeutung eines respektvollen und vertrauensvollen Miteinanders der christlichen Kirchen in Deutschland – gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und globaler Krisen. Er zeigte sich offen für eine vertiefte Einbindung orthodoxer Gemeinden in ökumenische Initiativen vor Ort und benannte zugleich Ungleichzeitigkeiten und Herausforderungen innerhalb der orthodoxen Diaspora.
Zu den gemeinsamen Gesprächsthemen zählte auch ein Rückblick auf die Feierlichkeiten anlässlich des 1700. Jubiläums des Ersten Ökumenischen Konzils von Nizäa in diesem Jahr. Die OBKD hatte durch die Pilgerreise der eigens für das Jubiläum angefertigten Ikone einen besonderen Akzent gesetzt, der an den 40 Stationen deutschlandweit auch breit ökumenisch aufgegriffen wurde. Weiterhin tauschten sich Reverend Easthill und Metropolit Augoustinos über die besondere ökumenische Situation in Deutschland und die wachsende Anzahl von orthodoxen Gläubigen aus. Der Krieg in der Ukraine war ebenfalls Thema, insbesondere hinsichtlich der gestiegenen Zahl von Flüchtlingen in Deutschland, damit verbundenen Gemeindegründungen und seelsorglichen Herausforderungen.
Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit, Gemeinden in praktischen Fragen – etwa bei der Suche nach Gottesdiensträumen – stärker zu unterstützen.
Mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest äußerten beide den Wunsch, dass der Friede, der mit Christus in die Welt gekommen ist, die Herzen erleuchte und die Konflikte, Krisen, Kriege und Auseinandersetzungen – ob weltweit oder im eigenen Leben – ein Ende haben.
