Der neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, war heute (14. Juli 2025) zum Antrittsbesuch beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, in Limburg. In dem Gespräch ging es um aktuelle ökumenische Fragen.
Beide bekräftigten die Bedeutung eines guten Miteinanders der Kirchen in Deutschland. „Die ACK ist sichtbares Zeichen gelebter ökumenischer Gemeinschaft, für das wir als katholische Kirche sehr dankbar sind“, so Bischof Bätzing. „Es ist gut, dass die ACK ein beständiges Forum für die multilaterale ökumenische Zusammenarbeit von Kirchen unterschiedlicher Traditionen bietet. Durch den Erfahrungsaustausch, der dort stattfindet, wachsen die Aufmerksamkeit und das Verständnis füreinander. Anliegen werden dort gebündelt und in gemeinsamen Projekten umgesetzt.“ Ein bezeichnetes Beispiel sieht Bischof Bätzing im gemeinsamen Anliegen der Bewahrung der Schöpfung, das in der katholischen Kirche im Pontifikat von Franziskus eine zentrale Rolle spielte und jetzt auch von Papst Leo XIV. stärker in den Fokus gerückt wird. Dieses Anliegen ist in Deutschland schon seit vielen Jahren im ökumenischen Tag bzw. in der ökumenischen Zeit der Schöpfung aufgenommen. „Ich freue mich sehr, wenn möglichst viele Gemeinden diesen ökumenischen Impuls aufgreifen“, betonte Bischof Bätzing.
„Die Bewahrung der Schöpfung ist ein gelungenes Beispiel für das gemeinsame Zeugnis“, ergänzt Reverend Christopher Easthill. „In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft und Welt, in einer Zeit, in der neue Grenzen hochgezogen werden und die Botschaft der Solidarität eher abnimmt, müssen die christlichen Kirchen mit der Botschaft der Nächstenliebe gegenhalten. Ich bin überzeugt, dass unsere Stimme dann am stärksten wahrnehmbar ist, wenn sie von allen Kirchen gemeinsam getragen und formuliert wird“, sagt der anglikanische Geistliche aus Wiesbaden. „Wir sind dann besonders glaubwürdige Zeugen, wenn wir Versöhnung, Zusammenarbeit und auch Einheit in der wunderbaren Vielfalt der Ökumene als Beispiel vorleben“, führt der neue Vorsitzende der ACK fort.
