Neue Präsidentin
Mit 89 Prozent der Delegiertenstimmen wurde Pastorin Natalie Georgi vom Bundesrat im Mai zur neuen Präsidentin des BEFG gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Pastor i.R. Michael Noss an, der 10 Jahre das Amt des Präsidenten der Freikirche innehatte und auf der Bundesratstagung verabschiedet wurde. „Ich wünsche mir, dass wir als Hoffnungsmenschen unsere Welt mitgestalten und Orte schaffen, an denen viele Leute Gott begegnen“, sagte die 35-jährige Pastorin aus Berlin-Steglitz nach ihrer Wahl. „Christus hat uns berufen, begabt und gesegnet! Er ist unsere Mitte und von dieser Mitte aus dürfen wir in Vielfalt Glauben leben.“
Strukturprozess beschlossen
Ebenfalls entschied der Bundesrat auf seiner Tagung in Kassel, seine Strukturen grundlegend zu erneuern. Der Bund wird in 25 Regionen aufgeteilt, in denen Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen die Gemeinden vor Ort unterstützen. Das Konzept, das in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden soll, steht unter der Überschrift „Unser Bund 2025 – Segen bewegt“ (UB25). Am Ende der Beratungen bestätigte der Bundesrat seine Trendabstimmung aus dem vergangenen Jahr. Demnach werden das Präsidium des Bundes und die Theologische Hochschule Elstal beauftragt, bis zum Jahr 2035 eine neue theologische Ausbildungsstätte zu entwickeln, die gemeinsam von mehreren Freikirchen in Deutschland getragen wird.
Neuer Generalsekretär ab April 2026
Im Juni berief das neue Präsidium Prof. Dr. Maximilian Zimmermann zum neuen Generalsekretär des Bundes. Zimmermann ist derzeit Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal und wird das neue Amt am 1. April 2026 als Nachfolger von Christoph Stiba antreten, der als stellv. Mitglied des ACK-Vorstandes zahlreiche Repräsentationsaufgaben für die bundesweite Ökumene wahrgenommen hatte. Der langjährige BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba wird seinen Dienst zum 31. März auf eigenen Wunsch beenden, worüber er mit dem Präsidium bereits seit zwei Jahren im Gespräch war. „So schwer es ist, mit Christoph Stiba im kommenden Jahr eine prägende Persönlichkeit zu verabschieden, so dankbar sind wir, Maximilian Zimmermann als Nachfolger berufen zu haben“, hob Präsidentin Natalie Georgi hervor.
Ökumenische Aufgabe
Zimmermann sagte nach seiner Berufung: „Ich danke von Herzen für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf den gemeinsamen Weg!“ In dem Motto des Strukturprozesses „Segen bewegt“ sehe er die unerschütterliche Zusage Gottes: „Jesus Christus ist mitten unter uns und geht uns voran. Im Vertrauen auf ihn, im Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim 1,7) und in der Verbundenheit miteinander können wir mutig in die Zukunft gehen.“ In diesem Wissen könne der Gemeindebund seinen Auftrag erfüllen: „Als Gemeinden wollen wir die Hoffnung, die wir durch Jesus Christus haben, in Worten und mit Taten weitergeben – und dies nicht allein, sondern gemeinsam mit den Christinnen und Christen in den anderen Kirchen.“
Wichtige und verlässliche Stimme in der Ökumene
Hierauf nahm Reverend Christopher Easthill als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in seinem Schreiben Bezug: „Ich habe mich sehr gefreut, dass Dr. Zimmermann den Auftrag der Gemeinden als ökumenische Aufgabe beschrieben hat“, so Easthill. Beide hatten sich Ende Mai im Rahmen der Bundesratstagung in Kassel getroffen. In seinem Glückwunschschreiben schrieb Easthill: „Wir wünschen Ihrem Bund, viele Segensspuren zu hinterlassen, in und trotz und vielleicht auch durch Strukturveränderungsprozesse.“ Mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit hob der anglikanische Geistliche hervor: „Der BEFG ist seit vielen Jahren eine wichtige und verlässliche Stimme in der Ökumene. Deshalb freuen wir uns auf die weitere ökumenische Zusammenarbeit!“
Weitere Informationen: Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG)
