Die Bischöfe hörten Berichte über die aktuelle Arbeit ihrer Kommissionen sowie der Beauftragten für die innerchristliche Zusammenarbeit und des Beauftragten am Sitz der Bundesregierung. Dies war der letzte Bericht des Beauftragten für die innerchristliche Zusammenarbeit, Erzpriester Constantin Miron, der sich mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand verabschiedet. Im Namen der übrigen Bischöfe dankte Metropolit Augoustinos Erzpriester Miron für seinen jahrzehntelangen Dienst an der panorthodoxen und ökumenischen Zusammenarbeit. „Wir alle sind dir für deine großartige Leistung ewig dankbar“, so Metropolit Augoustinos an Erzpriester Miron.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Gespräche über die Situation der ukrainischen und syrischen Kriegsflüchtlinge in Deutschland und in ihren Heimatländern. „Jeder Krieg ist ein Verbrechen!“ lautete das Fazit eines Teilnehmers, dem sich die Bischöfe anschlossen. Auch der künftige Umgang der OBKD mit Fällen sexualisierter Gewalt wurde in Berlin erneut besprochen.
Abschließend wurde die „Enzyklika der orthodoxen Bischöfe in Deutschland an die Kirchengemeinden zur Ermutigung der christlichen Zusammenarbeit aus Anlass des Nizäa-Jahres“ verabschiedet. Sie mündet in die Feststellung: „Als Christen, d.h. als Nachfolger und Mitarbeiter Christi zur Rettung dieser Welt, sollen wir uns bemühen, mit allen Menschen in Frieden und Eintracht zu leben (vgl. Röm 12,4-21) … Wir sollen selbstverständlich unsere orthodoxe Identität mit Dankbarkeit pflegen und leben. Deswegen ist die christliche Zusammenarbeit nicht nur eine Option, sondern ein Muss.“
Am Sonntag, dem 30. November 2025, dem Festtag des hl. Apostels Andreas des Erstberufenen, feierten die Bischöfe gemeinsam die Göttliche Liturgie in der Kirche „Himmelfahrt des Herrn“ in Berlin-Steglitz. Am Abend desselben Tages lud die OBKD im Rahmen des 16. Sankt-Andreas-Konzertes zu einer Festveranstaltung zum Abschluss der Pilgerreise der Nizäa-Ikone 2025 ein. Nach einem Überblick über die 42 Stationen dieses Pilgerwegs, den Bischof Emmanuel von Christoupolis vornahm, stellte Erzpriester Miron in seinem Ausblick fest: „Was bleibt also vom Pilgerweg dieser Ikone, die uns das Mysterium des Glaubens, das Mysterium der Menschwerdung Gottes aufgeschrieben hat? Ganz knapp formuliert: eine gewachsene Leserschaft von Christinnen und Christen aller Konfessionen.“
Die Frühjahrssitzung der OBKD wird am 7. März 2026 in Hildesheim-Himmelsthür stattfinden.
ORTHODOXE BISCHOFSKONFERENZ IN DEUTSCHLAND
