Klare Positionierung: Kirchen lassen sich nicht instrumentalisieren

Frankfurt am Main (13.02.2026). - Auf Presseanfrage hat sich der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland klar gegen ein Auseinanderdividieren und wechselseitiges Ausspielen der kirchensteuernfinanzierten Kirchen und den nicht-kirchensteuernfinanzierten Kirchen durch instrumentalisierende Stimmen im Wahlkampf positioniert und das Selbstverständnis der ACK betont. "Als Christen in einer pluralen Gesellschaft haben wir den Afutrag zu einen und nicht zu spalten, Zusammengehörigkeit herzustellen und das Miteinander zu stärken", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Vorsitzenden der ACK in Deutschland und der ACK Sachsen-Anhalt.

Im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt findet sich ein Passus, der in ähnlicher Weise auch bundesweit und in anderen Bundesländern von der Partei immer wieder bekräftigt wird: auf der einen Seite die kirchensteuerfinanzierten Kirchen, die angeblich dem christlichen Glauben Schaden zufügen, und auf der anderen Seite die sogenannten „kleineren“ Kirchen, die ein authentisches Christentum leben würden. Mal davon abgesehen, dass die „kleineren“ Kirchen, übrigens viele mit migrantischen Hintergrund, hier pauschalisierend verallgemeinert werden, ihre Unterschiede nicht differenziert betrachtet werden und damit ihre große Pluralität nicht ernst genommen wird, stehen wir als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) für die Förderung der Einheit der Christen in versöhnter Vielfalt. Wir lassen uns nicht instrumentalisieren oder gar auseinanderdividieren, das haben wir aus der schmerzvollen Geschichte gelernt. Die Mitgliedskirchen der ACK bezeugen den christlichen Glauben auf unterschiedliche Weise, aber in großer Einmütigkeit und mit einem wachen Auge für die gesellschaftlichen Entwicklungen. Als Vorsitzende der ACK in Deutschland und der ACK Sachsen-Anhalt sehen wir in solchen Aussagen ein Spaltungspotenzial, das uns mit großer Sorge erfüllt. Als Christen in einer pluralen Gesellschaft haben wir den Auftrag, zu einen und nicht zu spalten, Zusammengehörigkeit herzustellen und das Miteinander zu stärken. Wer versucht, Christen nach ihrer Organisationsform in „gut“ oder „schlecht“ einzuteilen, verkennt das Wesen der Ökumene. Unser Auftrag ist der Dienst am Nächsten – ohne Ansehen der Parteizugehörigkeit oder Kirchenstruktur. Dafür steht die ACK mit ihren Mitgliedskirchen.

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