In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass es sich bei „FOR GOD’s GLORY“ um einen generationenübergreifenden, kreativ gestalteten Gebetsgottesdienst handle, der in wechselnden Kirchen eines übergemeindlichen Netzwerks gefeiert werde. Moderne Lobpreismusik, Impulse von wechselnden Personen und eine breite Auswahl an Gebetsformen – von liturgischer Tiefe bis zu freien Ausdrucksformen – prägen die Abende.
Die Veranstaltungsreihe bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, unterschiedliche Gebetstraditionen kennenzulernen und neue Formen der Anbetung zu entdecken. Durch die Mitgestaltung von Mitarbeitenden aus verschiedenen Kirchen entsteht ein vielfältiges geistliches Angebot, das das Verständnis füreinander stärkt und Menschen neue Zugänge zum gemeinsamen Gebet eröffnet.
Besonders erwähnenswert seien die sogenannten „Gebetsräume“, in denen Teilnehmende zwischen verschiedenen Formaten wählen können: stille Meditation, kreatives Gebet, liturgisches Stundengebet mit orthodoxen Elementen, Sprachengebet mit Auslegung oder persönliche Segnungsgebete. Diese Vielfalt eröffne individuelle Zugänge und stärke zugleich das gemeinsame Erleben.
Mit seiner klaren Ausrichtung auf ökumenische Zusammenarbeit, der kreativen Umsetzung und der starken Beteiligung von Jung und Alt sieht die Jury „FOR GOD’s GLORY“ als herausragendes Beispiel für innovative ökumenische Gottesdienstpraxis.
In seiner Grußbotschaft unterstreicht der Schirmherr des Ökumenepreises, der Vorsizende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm: „Hier wird deutlich: Ihr Anliegen ist nicht nur die Vielfalt, sondern auch das Miteinander – ein Miteinander, das unsere Kirchen und Gemeinschaften braucht, um glaubwürdig Zeugnis abzulegen.“ Angesichts der globalen Herausforderungen führt Bedford-Strohm mit Blick auf die Fuldaer Preisträger aus: „Gerade heute, wo wir als Christen weltweit gefordert sind, Brücken zu bauen und in Einheit voranzugehen, ist es von großer Bedeutung, wenn solche innovativen und zugleich tief spirituellen Initiativen entstehen. Sie sind ein Beispiel dafür, wie aus der Basis heraus Ökumene lebendig wird.“
Der Sonderpreis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der KD-Bank, Bank für Kirche und Diakonie, Dortmund, der Pax-Bank für Kirche und Caritas, Paderborn, und der Freikirchen.Bank, Bad Homburg, gefördert.
