In einem Kondolenzschreiben an die Familie brachte Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK in Deutschland, seine Betroffenheit über dessen Tod, aber auch den Dank für seinen großen Einsatz für die weltweite Ökumene und die vielfältigen Impulse in der innerdeutschen Ökumene zum Ausdruck.
Heinz Joachim Held führte die ACK durch aufregende Jahre der ökumenischen Entwicklung in Deutschland und bewahrte sich dabei stets einen zurückhaltend-demütigen Blick auf die Entwicklungen der Ökumene. Dies spiegelt sich in seiner Einschätzung zum 50-jährigen Bestehen der ACK wider, als er daran erinnerte, dass sich „die innerdeutsche Ökumene der außerdeutschen Ökumene“ verdanke.
In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts legte er die Grundsteine für die Neuausrichtung der ACK-Arbeit. Er rief zu gemeinsamen ökumenischen Aktionen auf. Er wollte „mehr als Gespräch und Beratung“ und unterstrich die Bedeutung von gemeinsamen ökumenischen Veranstaltungen, die heute noch die Arbeit der ACK in ganz Deutschland prägen. Damit hat Heinz Joachim Held den Anstoß zur Weiterentwicklung der ACK von einem Ort der Begegnung, der gegenseitigen Information und des Austausches zu einer wirklichen Arbeits-Gemeinschaft gegeben.
Seine Liebe zu Südamerika und seine große Leidenschaft für die weltweite Ökumene zeigte sich auch im kollegialen Miteinander. Easthill griff Berichte von damaligen Kollegen auf und erinnerte an „so manche lebendig-musikalische Einlage mit Poncho und Gitarre, durch die er den Klang der weltweiten Ökumene in die ACK gebracht hat“ und auch nach seinem Ruhestand der Arbeit der ACK verbunden blieb.
Heinz Joachim Held war zunächst Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und wurde 1968 Präsident der Evangelischen Kirche am La Plata. Von 1975 bis 1993 leitete er als Auslandsbischof das Kirchliche Außenamt der EKD. 1982 wurde er erstmals zum ACK-Vorsitzenden gewählt und hatte dieses Amt zwei Legislaturperioden bis 1988 inne. Zeitgleich war er von 1983 bis 1991 Vorsitzender des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) und übernahm nach der Zusammenführung der ACK Westdeutschlands und der AGCK in Ostdeutschland zur gesamtdeutschen ACK 1992 erneut den Vorsitz für eine Amtszeit, bis er 1995 den Vorsitz an den römisch-katholischen Bischof Dr. Joachim Wanke aus dem Bistum Erfurt abgab.
