Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten

Termin:
09. Juni 2021,19:00 - 21:00 Uhr
Ort:
Katholische Akademie, Berlin (digital als Live-Stream)

Foto: David Müller, ojcos-Stiftung

Die ACK in Deutschland, der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg, die Evangelische Allianz in Deutschland und die Katholische Akademie in Berlin laden herzlich zu einer digitalen Veranstaltung zur Situation der Christen im Nahen Osten am 9. Juni 2021, 19 - 21 Uhr, über den YouTube-Kanal der Katholischen Akademie ein.

Weltweit werden Menschen aufgrund ihres Glaubens und aus vielen anderen Gründen bedrängt, verfolgt, benachteiligt. Und für Gläubige ist es immer wieder beschämend, welche Gefahren und Nachteile ihre Glaubensgeschwister um dieses gemeinsamen Glaubens willen auf sich nehmen. Das betrifft Christen, und es betrifft ebenso Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB), die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) und die Katholische Akademie in Berlin machen auf die verzweifelte Lage der Christen im Nahen Osten aufmerksam, die vom Krieg, seinen Folgen, Verfolgung und der alltäglichen Perspektivlosigkeit bedrängt werden.
Schmerzlich wird uns bewusst, dass dort die Wurzeln des Christentums liegen: Jesus hat Aramäisch gesprochen, vor Damaskus wurde Saulus zu Paulus, und die Ninive-Ebene ist die Heimat der ältesten christlichen Gemeinschaften, die von den Jüngern Petrus und Thomas gegründet wurde. Die Christen vor Ort brauchen jedoch Unterstützung, um dieses kostbare Erbe für alle Christen auf der Welt zu erhalten. Ein Erbe, das auch darin besteht, dass es eine lange Tradition des Zusammenlebens verschiedener Religionen und Ethnien gibt, die aneinander und miteinander gewachsen sind. Der Verlust dieser Vielfalt schadet allen – auch denen, die sich behaupten können.
Was wird getan, um die Christen im Nahen Osten zu unterstützen? Was muss noch getan werden – und von wem? Und wie kann diese Unterstützung beschaffen sein, die nicht andere Minderheiten und Mehrheiten gegeneinander ausspielt? Und nicht zuletzt: Welche Solidarität erfahren die orientalischen Gemeinden hier in Deutschland, um ihre Traditionen zu bewahren und zu pflegen?

Im Mittelpunkt der Veranstatung steht eine Podiumsdiskussion mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, Bischof em. Dr. Markus Dröge, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und Erzpriester Dr. Elias Esber, Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland für Flüchtlingsfragen und Migration. Sie wird moderiert von Wiltrud Rösch-Metzler, Bundesvorsitzende von Pax Christi.

Ihren Abschluss findet die Veranstaltung mit einer Andacht von 20.30 Uhr bis 21.00 Uhr, der Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK in Deutschland, und Bischof Emmanuel von Christoupolis, Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, vorstehen.