Als Delegierter, Vorstandsmitglied und schließlich Vorsitzender der ACK in Deutschland hat Radu Constantin Miron die Arbeit der Ökumene nachhaltig geprägt. Während seiner beiden Amtszeiten als Vorsitzender von 2019 bis 2025 führte er die ACK durch eine Zeit außergewöhnlicher Herausforderungen: die Corona-Pandemie, den Dritten Ökumenischen Kirchentag, die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe, das 75-jährige Jubiläum der ACK, die fünfjährige Vorbereitungszeit zum Jahrestag der Ersten Glaubenstaufe sowie die Vorbereitung des Jubiläums 1700 Jahre Konzil von Nizäa. Zugleich galt es, auf gesellschaftliche Polarisierung, den Krieg gegen die Ukraine und tiefgreifende Veränderungen der religiösen Landschaft in Deutschland ökumenische Antworten zu finden.
Der amtierende Vorsitzende der ACK in Deutschland, Reverend Christopher Easthill, gratuliert seinem Amtsvorgänger:
„Erzpriester Radu Constantin Miron gibt der Ökumene in Deutschland seit vielen Jahrzehnten ein unverwechselbares Gesicht. Mit großer geistlicher Weite, theologischer Urteilskraft und menschlicher Zugewandtheit baut er Brücken zwischen den Kirchen und schafft Räume des Vertrauens. Sein Wirken ist stets von der Überzeugung getragen, dass christliche Einheit nicht durch Gleichförmigkeit entsteht, sondern durch das gemeinsame Hören auf das Evangelium und den respektvollen Austausch unterschiedlicher Traditionen.
Besonders in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Verunsicherung hat er Orientierung gegeben und unbeirrbar an der Kraft des Dialogs, des gemeinsamen Gebets und der Versöhnung festgehalten. Sein Dienst in der ACK war geprägt von Klugheit, Integrität, Ausdauer und einer tiefen Liebe zur Kirche Jesu Christi.
Im Namen aller 25 Gast- und Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und auch ganz persönlich danken wir Erzpriester Radu Constantin Miron von Herzen für sein außergewöhnliches ökumenisches Wirken und freuen uns auf die vielen Begegnungen, die noch vor uns liegen. Wir gratulieren ihm herzlich zu seinem 70. Geburtstag und wünschen ihm Gottes reichen Segen, Gesundheit, Freude und viele weitere Jahre seines segensreichen Wirkens.“
Für Radu Constantin Miron ist Ökumene kein Selbstzweck, sondern ein gemeinsamer geistlicher Weg der Kirchen. Er ist überzeugt, dass die Herausforderungen der Gegenwart – von Menschenwürde und Frieden bis zur Bewahrung der Schöpfung – nur im gemeinsamen Zeugnis der Christinnen und Christen glaubwürdig beantwortet werden können. Besondere Akzente setzte er in seiner Zeit in der ACK mit seinem Einsatz für das „Healing of Memories“, die Heilung der Erinnerungen, sowie für eine Ökumene auf Augenhöhe, in der die Perspektiven aller Kirchen ihren Platz haben. Er prägte die inzwischen geläufige Formulierung der „hierzulande kleinen Kirchen“ für weltweit bedeutsamen Kirchen, die in Deutschland jedoch eine Minderheit darstellen.
Zu seinen bleibenden Verdiensten zählen die Etablierung des Ökumenischen Tages der Schöpfung und sein maßgeblicher Beitrag zum Jubiläum „1700 Jahre Konzil von Nizäa“. Auch in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Spannungen blieb sein Handeln von dem Bemühen geprägt, die Einheit der Kirche zu bewahren und Versöhnung zu fördern.
Mit theologischer Klarheit, historischer Weitsicht, unverwechselbarem Humor und großer Integrationskraft prägt Erzpriester Miron die Ökumene in Deutschland konfessions- und generationsübergreifend nachhaltig. Die Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ist heute ohne den Namen Radu Constantin Miron nicht zu erzählen.
Predigten und Texte von Erzpriester Miron
Ανθολογία-Sammlung, Texte, Grußworte und Predigten von Erzpriester Radu Constantin Miron




