
“Dass alle eins seien” (Joh 17,21) - die ökumenische Bewegung gründet in einem Gebet, das Jesus an seinen Vater richtet. Damit wird deutlich: Die Einheit der Christen bleibt letztlich gnadenhaftes Geschenk. Aber die Hände in den Schoß legen, ist keine Option. Die gemeinsame Taufe ist eine Berufung zur Einheit und damit Verantwortung, für die Einheit der Christen zu beten und zu arbeiten. Als “Seele der ganzen ökumenischen Bewegung” bezeichnet das zweite Vatikanische Konzil das Gebet um die Einheit in ökumenischer Gemeinschaft. Bei Zusammenkünften von Kirchen innerhalb der ACK steht dabei immer das Gebet zu Beginn, gemeinsame Gottesdienste und geistliches Leben prägen das ökumenische Miteinander. Gemeinsames Gebet führt zu Gott und damit zueinander. Gebet ist nicht nur ein Kennenlernen der anderen Gebetstraditionen und deren Schätze, sondern auch ein sich gemeinsames Ausrichten auf die verbindende Mitte des Glaubens. Im Gebet wird die Einheit spürbar, die noch nicht sichtbar geworden ist. Damit ist das ökumenische Gebet eine Quelle und ein Fundament der ökumenischen Bewegung.
Seit 2022 existiert ein gemeinsam formuliertes Gebet der ACK und der Evangelischen Allianz. Dieses findet insbesondere im Übergang der Allianzgebetswoche zur Gebetswoche für die Einheit der Christen Anfang Januar eines jeden Jahres Verwendung.
Download des gemeinsamen Gebets
Bestellmöglichkeit des Lesezeichens mit dem gemeinsamen Gebet
Der DÖSTA hat in den Jahren 2022 bis 2025 an einer Studie zu “Sprache(n) des Gebets” gearbeitet. Die Publikation ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Angesichts der globalen Krisen in vielen Regionen, wo Krieg, Gewalt, Verfolgung und Unfreiheit herrschen, bietet die ACK in Deutschland ein "Lese"-zeichen mit einem Gebet für Frieden und Freiheit an. Inmitten von Leid und Ohnmacht wenden wir uns mit unserem Gebet an Gott. Wir verarbeiten das Unfassbare und solidarisieren uns mit den Leidenden weltweit.