Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - Konziliarer Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - Konziliarer Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - Konziliarer Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Konziliarer Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Die 6. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver markierte 1983 den Beginn des „Konziliaren Prozesses“. Die Kirchen wurden weltweit dazu aufgerufen, sich gemeinsam für die Themenfelder Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Diese Trias adressierte die drängendsten Krisen der Zeit: die massive Verschuldung des globalen Südens, die nukleare Aufrüstung sowie die fortschreitende Naturzerstörung. In der DDR stießen diese Impulse auf eine besondere Resonanz, da globale Ungerechtigkeit dort oft im Kontext der eingeschränkten persönlichen Freiheit interpretiert wurde. Auch wenn der Fachbegriff „Konziliarer Prozess“ heute vornehmlich in kirchlichen Expertenkreisen geläufig ist, bleibt seine Relevanz nach über 40 Jahren ungebrochen. Er fungiert als ökumenischer Mahnruf, gesellschaftspolitisches Engagement nicht als rein säkulare Aufgabe, sondern als theologische Verpflichtung zu begreifen.

Hoffnung für die Erde leben

2024 erinnerten Kirchen und Konfessionen in ökumenischer Gemeinschaft an den Beginn des Konziliaren Prozesses mit der Initiative „Hoffnung für die Erde leben. Gerechtigkeit – Frieden – Schöpfung “. Woher nehme ich Hoffnung, wenn ich von Krieg höre statt vom Frieden, von Klimakrise statt Bewahrung der Schöpfung, von Flucht aufgrund fehlender Lebensgrundlagen statt von Gerechtigkeit? Wie kann ich mich mit anderen Menschen verbinden und Teil der Lösung werden? Wie finden wir zueinander – mit unterschiedlichen Erfahrungen in dieser Gesellschaft? Wie können wir die vielen guten Ansätze stärken und umsetzen? Die Kampagne lud Menschen ein, gemeinsam Antworten auf diese Fragen zu suchen und Teil einer Hoffnungsbewegung zu werden. Darüber hinaus ist eine reiche Materialsammlung entstanden, die die Themen des Konziliaren Prozesses in die Gegenwart übersetzt und Anregungen für Kirchen und Gemeinden bietet, sich damit auseinanderzusetzen.

Logo der Initiative Hoffnung für die Erde leben