Herzlich willkommen in der Ökumenischen Centrale und einen guten Start in Ihr vierwöchiges Praktikum! Um direkt die ersten Geheimnisse zu lüften: Wie heißen Sie und woher stammen Sie und zu welcher Konfession gehören Sie?
Mein Name ist Pia Hering und bin in Siegen geboren und aufgewachsen. Für mein Studium bin ich nach Gießen gezogen. Ich gehöre der evangelischen Konfession an und besuche eine Gemeinde, die zum Bund Freier evangelischer Gemeinden gehört.
Welches Fach studieren Sie aktuell – und was hat Sie zu dieser Studienwahl bewogen?
Derzeit studiere ich Geschichts- und Kulturwissenschaften mit den beiden Hauptfächern Geschichte und evangelischer Theologie an der Justus-Liebig-Universität.
Ich liebe Geschichte schon seit meiner Kindheit. Die Theologie ergänzt dieses Studienfach für mich entscheidend, weil ich nicht nur persönlich daran interessiert bin, sondern geistesgeschichtliche Entwicklungen und den Einfluss religiöser Vorstellungen so besser verstehen kann.
Was hat Sie dazu bewogen, ein Praktikum in der Ökumenischen Centrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zu absolvieren?
Da ich mich in meinem bisherigen Studium mit der Theologie vor allem aus historischer Perspektive beschäftigt habe, möchte ich durch das Praktikum einen Einblick in die heutige Arbeit der Ökumene gewinnen. Zudem habe ich mich im Studium bereits mit Stellungnahmen der ACK auseinandergesetzt, die mein Interesse an der Arbeit und ihren aktuellen Themen geweckt haben.
Haben Sie bereits Erfahrungen im Bereich der Ökumene oder des interreligiösen Dialogs sammeln können?
Durch meinen persönlichen Hintergrund bin ich bereits früh mit unterschiedlichen konfessionellen Prägungen innerhalb des Christentums in Berührung gekommen. Dadurch ist mein Interesse an ökumenischen und interreligiösen Fragestellungen gewachsen. Im Rahmen des Praktikums möchte ich darüber gerne mehr erfahren und meine Sprachfähigkeit im Umgang mit religiösen Unterschieden und Glaubensüberzeugungen trainieren.
Wenn Sie jetzt am Anfang Ihres Praktikums auf die Ökumene schauen, welche Herausforderungen – aber auch welche Chancen – sehen Sie aktuell für die ökumenische Bewegung?
Als aktuelle Herausforderungen der ökumenischen Bewegung sehe ich vor allem die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und den Verlust der Selbstverständlichkeit von Kirche und christlichem Glauben. Gerade in einer polarisierten Gesellschaft sehe ich für die Ökumene jedoch auch Chancen. Kirchen können zeigen, dass unterschiedliche Positionen nicht zwangsläufig zu Spaltung führen müssen. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie Kirche Menschen erreichen und eine gemeinsame christliche Stimme entwickeln kann, wenn der Bezug zu Kirche und Glauben für viele Menschen nicht mehr selbstverständlich ist.
Haben Sie selbst Fragen mit in das Praktikum gebracht auf die Sie sich Antworten in der Zeit erhoffen oder gibt es etwas, was sie ganz besonders interessiert?
Besonders interessiert mich dabei die Arbeit des DÖSTA, da ich im Studium bereits Veröffentlichungen aus diesem Bereich gelesen habe. Im Rahmen des Praktikums würde ich gerne den Hintergrund dieser Arbeit kennenlernen und erfahren, wie die theologischen Positionen und Stellungnahmen im ökumenischen Kontext entstehen.
Vielen herzlichen Dank für diese Einblicke und das anregende Gespräch! Es ist schön, dass Sie für vier Wochen bei uns in die Arbeit der Ökumene hineinschauen wollen und unser Team bereichern! Herzlich willkommen!
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit und bin gespannt, von welcher Anekdote ich Ihnen dann am Ende meines Praktikums berichten kann!
Und wenn Sie selbst unsere Praktikantin erreichen wollen, dann können Sie dies über praktikant@ack-oec.de tun




