Über fünf Jahre hinweg hat sich der DÖSTA intensiv mit den unterschiedlichen Sprachen und Formen des Gebetes beschäftigt. Dabei wurde sich der Thematik über verschiedene wissenschaftliche Zugänge genähert und die Situation in Deutschland erforscht. Die Veröffentlichung bildet den Abschluss des Projekts. Die gemeinsame Studie bündelt die in den letzten fünf Jahren gemachten Erkenntnisse in ökumenischer Perspektive. Die Publikation enthält darüber hinaus alle Fachvorträge sowie die Ergebnisse einer Umfrage zur Gebetspraxis in den Mitgliedskirchen der ACK.
„Das Gebet hat viele Stimmen und viele Sprachen“, sagt Dr. Yauheniya Danilovich, Vorsitzende des DÖSTA, und führt aus: „Unsere Studie zeigt: Sprachliche und konfessionelle Vielfalt muss die Gemeinschaft der Kirchen nicht schwächen – sie kann zu einem Raum werden, in dem neues Verstehen und neue Formen ökumenischer Verbundenheit wachsen. Entscheidend ist, dass wir lernen, die eigene Gebetssprache neu zu entdecken und die der anderen zu verstehen.“
Ihre Kollegin und Mitvorsitzende, Prof. Dr. Julia Knop, ergänzt: „Die sprachliche Vielfalt des Gebets ist kein Randthema, sondern berührt die Frage, wie Menschen heute Glauben ausdrücken und Gemeinschaft erfahren können. Gerade in einer mehrsprachigen und vielfältigen Gesellschaft braucht es Aufmerksamkeit für die Gebetssprachen, die Menschen verbinden – oder auch ausschließen.“
Gemeinsam heben die beiden Vorsitzenden des DÖSTA hervor: „Gebet ist nie nur privat: Es prägt Gemeinschaft und macht sichtbar, wie Kirchen mit Vielfalt umgehen. Unsere Studie versteht die vielen Sprachen des Gebets als ökumenische Chance – wenn wir bereit sind, einander zuzuhören und voneinander zu lernen.“
„Das Thema ‚Sprachen des Gebets‘ wurde vom DÖSTA eindrucksvoll und multiperspektivisch bearbeitet“, zeigt sich Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK, dankbar. „Das Buch zeigt eine wertschätzende Perspektive auf die Vielfalt der Sprachen des Gebets und macht deutlich, dass diese Vielfalt nicht als Trennung, sondern als Reichtum kirchlicher und ökumenischer Traditionen zu verstehen ist.“
Die Studie richtet sich an Theologinnen und Theologen der unterschiedlichen Konfessionen, an kirchliche Mitarbeitende und Studierende, sowie alle, die sich für die ökumenische Dimension des christlichen Glaubens und die Rolle des Gebets in einer pluralen Gesellschaft interessieren.
Mit Beiträgen von:
Martina Böhm, Carsten Claußen, Yauheniya Danilovich, Christian Frevel, Hacik Rafi Gazer, Johannes Hauck, Ralph Hennings, Christian Hild, Werner Klän, Julia Knop, Andrea Lange, Lara Mayer, Michael Meyer-Blanck, Bernhard Olpen, Thomas Roscher, Dorothea Sattler und Ulrike Schuler.





