Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - News Article
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Generationenwechsel in der ACK-BW. Anna Viktoria Vogelmann eingeführt - Albrecht Haizmann verabschiedet.

Stuttgart (26.10.2026). - Mit einem Festabend im Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK-BW) ihren langjährigen Geschäftsführer Pfr. i.R. PD Dr. Albrecht Haizmann verabschiedet. Zugleich wurde seine Nachfolgerin Anna Viktoria Vogelmann offiziell in ihr Amt eingeführt. Der Wechsel bildete den Rahmen der Jahrestagung, an der 120 Personen teilnahmen.

Einführung in der Abendandacht

Die Einführung fand in einer ökumenischen Andacht in der St. Antonius-Kirche statt. Geleitet wurde sie von Vorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Heckel. Grußworte sprachen unter anderem Dr. Verena Hammes von der ACK Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Mitgliedskirchen. Vogelmann ist seit dem 1. Oktober 2026 im Amt, nachdem die Mitgliederversammlung sie am 25. September gewählt hatte. Die katholische Theologin hat in Tübingen und Paris studiert und war zuletzt wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung der Universität Tübingen. Ihre Dissertation „Mehr als Dialog. Ethnografische Erkundungen gemeindlicher Praxis” hat sie im Sommer eingereicht. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Ökumene vor Ort und einem Generationenwechsel in der Ökumene. „Ökumene bleibt lebendig, wenn wir einander etwas zutrauen. Ich freue mich darauf, den Wechsel gemeinsam mit den Mitgliedskirchen zu gestalten“, so Vogelmann.

Dank an Albrecht Haizmann

Haizmann hatte die Geschäftsstelle fast zwei Jahrzehnte geleitet und ist seit 1. August im Ruhestand. Unter seiner Verantwortung kamen acht Mitgliedskirchen dazu, darunter die Neuapostolische Kirche. Beim Festabend würdigten ihn Weggefährtinnen und Weggefährten, und er erhielt ein Erinnerungsbuch mit Eindrücken aus seiner Amtszeit. Er ist froh, dass die ökumenische Arbeit weitergeht: „Wo die Jungen nicht nur als Zukunft der Ökumene betrachtet, sondern als ihre Gegenwart erlebt werden, da spürt man, dass die Ökumene wirklich Zukunft hat.“

Ethische Differenzen im Mittelpunkt

Inhaltlich widmete sich die Tagung der Frage, wie Kirchen mit ethischen Konflikten umgehen, ohne die Gemeinschaft zu gefährden. Prof. Dr. Simone Sinn von der Universität Münster führte mit einem Vortrag in den Studienprozess des Ökumenischen Rates der Kirchen zur moralisch-ethischen Urteilsbildung ein. Haizmann ergänzte den Vortrag um praktische Perspektiven, bevor es in ein ausführliches Publikumsgespräch überging. In sechs Arbeitsgruppen wurden konkrete Themen wie Friedensethik, Sterbebegleitung und Werteorientierung in der Bildung vertieft.

Weitere Informationen unter www.ack-bw.de