Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - News Article
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Ökumenischer Austausch in Frankfurt: Erfahrungen der weltweiten Episkopalkirche für die deutsche Ökumene nutzbar machen

|   2026

New York/Frankfurt am Main (23.06.2026). - Die ökumenische und interreligiöse Beauftragte der Episkopalkirche (TEC), Reverend Dr. Kirsten Guidero (New York, USA), traf sich heute mit Dr. Verena Hammes, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), und Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK, in der Ökumenischen Centrale, der Frankfurter Geschäftsstelle der ACK.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der wechselseitige Austausch über die Möglichkeiten, von den Erfahrungen und dem ökumenischen Dialog der TEC für die deutsche Ökumene zu lernen. Interessiert zeigte sich Dr. Guidero besonders an der Charta Oecumenica und dem reichhaltigen Arbeitsmaterial, welches die ACK für Gemeinden und die Ökumene vor Ort zu den unterschiedlichen Anlässen erarbeitet.

Dr. Guidero erzählte außerdem von den zahlreichen Dialogen der TEC. Der Dialog zwischen Methodisten und TEC steuert auf die Abstimmung über die volle Kirchengemeinschaft auf der TEC-Generalkonferenz in Phoenix 2027 zu. Die Generalkonferenz der Methodisten stimmte bereits 2024 für die volle Kirchengemeinschaft mit den Episkopalen. Die Episkopalkirche steht derzeit in voller Kirchengemeinschaft mit acht weiteren Kirchen: der ELCA; der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada; der Herrnhuter Brüdergemeine – Nord- und Südprovinzen; der Mar-Thoma-Syrischen Kirche von Malabar, Indien; den Altkatholischen Kirchen der Union von Utrecht; der Philippinischen Unabhängigen Kirche; der Schwedischen Kirche; und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass episkopale und lutherische Gemeinden in Iowa sich einen Pastor oder Priester teilen.

Rev. Dr. Kirsten Guidero zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der ACK und verwies mit Blick auf die revidierte Charta Oecumenica auf die gemeinsamen Herausforderungen in Europa und weltweit: „Unser Dialog mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) hat gezeigt, wie fruchtbar eine enge Zusammenarbeit sein kann. Solche Erfahrungen möchten wir teilen und gemeinsam mit der ACK neue Wege der ökumenischen Verständigung gehen.“ 

Dr. Verena Hammes freute sich über den internationalen Austausch: „Es ist toll, aus erster Hand von der Ökumene in den USA zu erfahren. Besonders interessant ist dabei für uns die Arbeitsweise des Kirchenrates in Amerika sowie deren Themenschwerpunkte.“

Reverend Christopher Easthill betonte die Bedeutung internationaler ökumenischer Partnerschaften: „Die Zusammenarbeit zwischen Kirchen weltweit bereichert unsere eigene Arbeit in Deutschland. Besonders die Erfahrungen der Episkopalkirche mit ihrer strukturierten ökumenischen Praxis können uns wertvolle Impulse geben, um die Einheit der Kirchen weiter zu stärken.“ 

Drei Ökumenevertreter halten eine Wimpelkette mit dem Symbol der ACK in Deutschland hoch