Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - News Article
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Sorge um den Frieden in der Welt - Mitgliederversammlung der ACK ruft zu Dialog, Gebet und Solidarität auf

|   2026

Rastatt (19.03.2026). - Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 258. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) haben im Rahmen ihrer Frühjahrstagung am 18. und 19. März 2026 in Rastatt eine gemeinsame Verlautbarung erarbeitet.

 

In der gemeinsamen Erklärung bringen sie ihre tiefe Sorge über die neuerlichen Kriegshandlungen zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und dem Iran und der Hisbollah im Libanon auf der anderen Seite zum Ausdruck.

Thema der Beratungen war darüber hinaus die neue, revidierte Charta Oecumenica (rev COe), die einen Schwerpunkt auf das Thema Frieden legt. Die Delegierten würdigten dies als wichtiges ökumenisches Signal und als Auftrag, sich gemeinsam noch entschiedener für Gewaltfreiheit, Verständigung und Versöhnung einzusetzen.

Darüber hinaus befasste sich die Mitgliederversammlung intensiv mit der Situation von verfolgten und bedrängten Christinnen und Christen weltweit. Die ACK bekräftigte ihre Solidarität mit allen, die aufgrund ihres Glaubens Diskriminierung, Gewalt oder existenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind, und rief dazu auf, ihre Lage stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Die Delegierten unterstrichen, dass der Einsatz für Frieden, Religionsfreiheit und Menschenwürde untrennbar miteinander verbunden ist. In einer Zeit globaler Krisen und wachsender Spannungen sehen die Delegierten ihre entsendenden Kirchen in besonderer Verantwortung, als Stimmen der Versöhnung und der Hoffnung zu wirken.

Erklärung der ACK in Deutschland zum Nahostkrieg

Wir, die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), äußern anlässlich unserer Frühjahrssitzung am 18./19. März 2026 in Rastatt unsere tiefe Sorge über die anhaltenden neuerlichen Kampfhandlungen zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und dem Iran und der Hisbollah im Libanon auf der anderen Seite. Wir bekräftigen unsere Überzeugung, dass Frieden nicht durch Waffen, sondern durch Dialog und Diplomatie erreicht werden kann und warnen alle Beteiligten vor einer weiteren Eskalation des Krieges. 

Wir sind entsetzt über die Folgen für die Zivilbevölkerung und erklären uns solidarisch mit den Opfern und ihren Angehörigen.

Der Glaube an Gott verpflichtet uns, jeder Instrumentalisierung von Religion entschieden entgegenzutreten und im Namen Gottes des Schöpfers, der Versöhnung und des Friedens deutlich Partei für die Opfer von Gewalt und Verfolgung zu ergreifen! Gott ist ein Freund des Lebens! Christus ruft uns zur Feindesliebe auf und ermahnt uns, Böses nicht mit Bösem zu vergelten.

Wir rufen Menschen aller Religionen zum Gebet für die Opfer und für einen gerechten Frieden auf.

Wir beten, dass sich die Krisenregion Nahost von einer Stätte immer wiederkehrenden Blutvergießens endlich zu einem Ort des Friedens wandelt!

 

Rastatt, in der vorösterlichen Bußzeit am 19. März 2026

 

Personen der Mitgliederversammlung heben ihren Arm als Zeichen der Zustimmung