Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - News Article
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Staffelstabübergabe beim Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG)

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Elstal (01.04.2026). - Dr. Maximilian Zimmermann als Generalsekretär des BEFG eingeführt, Christoph Stiba verabschiedet

Pastor Dr. Maximilian Zimmermann wurde am 1. April als neuer Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) eingeführt. Er ist der Nachfolger von Pastor Christoph Stiba, der nach 13 Jahren aus diesem Amt verabschiedet wurde. Zimmermann hob die Bedeutung der Einheit im Glauben hervor, die gerade in Zeiten der Polarisierung wichtig sei.

In seiner Ansprache stellte Dr. Maximilian Zimmermann die geistliche Grundlage des Gemeindebundes in den Mittelpunkt: „Es ist der eine Herr, in der Mitte unserer 767 Ortsgemeinden, der uns zusammenschließt. Und es ist der eine Geist, der uns verbindet – in aller Verschiedenheit.“ Diese Einheit sei nicht in erster Linie organisatorisch hergestellt, sondern geistlich begründet. Auftrag des BEFG sei es, diese geistliche Verbundenheit immer wieder neu sichtbar zu machen.

Auch mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen unterstrich Zimmermann die Bedeutung von Verbundenheit: „Ein Geschenk und eine große Chance ist es, dass es in Zeiten des Auseinanderdriftens Institutionen gibt, die genau das Gegenteil wollen: nämlich verbinden. Und genau das wollen wir, denn wir sind ein Bund – und ein Bund liebt es, zu verbinden.“ Diese Perspektive gelte ausdrücklich auch über die eigene Freikirche hinaus: „Wir wollen und können uns unseren Weg gar nicht anders vorstellen als in der Verbindung mit den anderen christlichen Kirchen, Werken, Gemeinden.“

Der bisherige Generalsekretär Christoph Stiba blickte dankbar auf seine Amtszeit zurück: „Ich habe meinen Dienst gerne und mit Freude getan.“ Der BEFG sei für ihn ein Bund, den man „liebhaben“ müsse – trotz aller Herausforderungen, die das Amt des Generalsekretärs mit sich bringe. Zugleich betonte er den gemeinsamen Auftrag der Gemeinden: „767 Gemeinden, die ein Ziel verfolgen: den christlichen Glauben zu leben, Menschen mit dem christlichen Glauben bekannt zu machen und etwas von der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes in unsere beängstigend polarisierte und friedlose Zeit hineinzuleben.“ Gemeinde könne ein „Hoffnungsort“ sein, an dem sichtbar werde, was Nachfolge Jesu bedeute.

Die Predigt im Festgottesdienst hielt BEFG-Präsidentin Natalie Georgi. Ausgehend von 5. Mose 31 zog sie eine Linie von der biblischen Staffelübergabe zwischen Mose und Josua zur aktuellen Situation im BEFG: „Personen wechseln, aber die Zusage Gottes bleibt die Konstante. Wir müssen die Zukunft nicht fürchten, denn Gott ist ein Gott, der uns immer schon einen Schritt voraus ist.“ Zugleich betonte sie mit Blick auf das Selbstverständnis des Bundes: „Die Selbstständigkeit der Gemeinde ist unser Schatz, aber die Verbundenheit im Bund ist unsere Stärke.“

In den Grußworten wurde das Wirken des bisherigen Generalsekretärs breit gewürdigt und dem neuen Generalsekretär wurden gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Der Vorsitzende und die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gestalteten ihre gemeinsame Rede mit vielen Sportmetaphern. So bezeichneten Reverend Christopher Easthill und Dr. Verena Hammes Christoph Stiba als „Spielmacher“, der das ökumenische Miteinander geprägt habe: Er habe „nicht den Ball im Alleingang ins Tor gebracht, sondern durch präzise Pässe das Zusammenspiel gestärkt“ und als „Brückenbauer“ den BEFG fest in die Gemeinschaft der Kirchen eingebunden. Mit Maximilian Zimmermann komme nun „frische Energie“ in das Amt. Er habe „das Zeug zum Spielgestalter“ und bringe den nötigen „Drive“ sowie „ökumenisches Fairplay“ mit. Für die Zusammenarbeit in der ACK sei entscheidend: „Er läuft nicht allein“ – vielmehr setze er auf gemeinsames Handeln in der ökumenischen Bewegung. Man freue sich auf die „ersten gemeinsamen Spielzüge“ und eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

Auch von der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) wurde Zimmermanns Amtsantritt ausdrücklich begrüßt.

EBF-Generalsekretär Alan Donaldson erklärte: „Es war eine Freude, Max vor einigen Monaten kennenzulernen und ihn nun in dieser neuen Rolle willkommen zu heißen.“ Die EBF sehe in seiner Berufung „einen wichtigen Schritt an einem entscheidenden Punkt im Dienst der baptistischen Familie in Deutschland“. Für seinen Dienst wünsche man ihm „Weisheit, Kraft und Frieden“. 

Auch Jochen Geiselhart, Vizepräsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), würdigte den Wechsel als starkes Zeichen der Kontinuität im Miteinander der Kirchen. 

Der Gottesdienst wurde von Volker Bohle, dem Stellvertreter der Präsidentin, moderiert. Er stellte den Tag unter das Wort der Herrnhuter Losung: „Ich will dir danken in großer Gemeinde; unter vielem Volk will ich dich rühmen.“ Dieses Wort lenke den Blick „vom Einzelnen hin zur Gemeinschaft“ und bringe zum Ausdruck, was den Tag präge: „Wir danken unserem Gott für das, was gewesen ist – und richten zugleich unseren Blick nach vorn.“ Im Übergang von Christoph Stiba zu Maximilian Zimmermann werde deutlich, dass der gemeinsame Weg des Bundes getragen sei von Gottes Gegenwart: „In seiner Gegenwart dürfen wir loslassen und gleichermaßen neu beginnen.“

Dr. Maximilian Zimmermann wurde 1980 in München geboren. Seine theologische Ausbildung absolvierte er am Bibelseminar Bonn, am Theologischen Seminar Elstal (heute Theologische Hochschule Elstal), an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. 2016 wurde er zum Dr. theol. promoviert. Von 2010 bis 2017 war er Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Ratingen, von 2017 bis 2022 Dozent für Systematische Theologie an der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest, als deren Studienleiter er von 2020 bis 2022 fungierte. Von 2022 bis zuletzt war Zimmermann Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal.

Christoph Stiba überreicht Maximilian Zimmermann einen symbolischen Staffelstab