Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) vergibt den Ökumenepreis 2027 in zwei Kategorien:
Hauptpreis – 2.500 Euro
Ausgezeichnet werden Initiativen und Projekte, die zur Einheit der Christen beitragen und das gemeinsame Engagement verschiedener Konfessionen fördern.
Impuls-Preis – 1.000 Euro
Der Impuls-Preis richtet den Blick auf die Quellen des Friedens: Was trägt Menschen, wenn Konflikte und gesellschaftliche Spannungen zunehmen? Wo entsteht die Kraft, Frieden zu stiften?
Gesucht werden Projekte, die zeigen, wie Frieden im konkreten Alltag wächst – durch Begegnung, Vertrauen, gegenseitiges Verstehen und gelebte Verantwortung. Im Mittelpunkt stehen dabei die innere Haltung und das Miteinander: Menschen, die Beziehungen stärken, Spannungen abbauen und Räume für Austausch und Versöhnung schaffen.
Besonders willkommen sind kleinere und lokale Initiativen, deren Wirkung unmittelbar im Alltag spürbar wird. Entscheidend sind nicht Größe oder Reichweite, sondern die Qualität des Miteinanders.
Wer kann sich bewerben?
Initiativen aus Kirchen, Gemeinden und ökumenischen Kontexten
Projekte aus Zivilgesellschaft und sozialem Engagement
interreligiöse Initiativen mit erkennbarem Bezug zur christlichen Ökumene
Eine Bewerbung ist ebenso möglich wie ein Vorschlag durch Dritte.
Gesucht werden Projekte, die Frieden von unten entstehen lassen – in Nachbarschaften, Begegnungsräumen, Gemeinden und im alltäglichen Miteinander.

Es ist für mich eine Freude, mich in der Jury des Ökumenepreises der ACK 2027 zu engagieren, weil dieser Preis Personen und Initiativen auszeichnet, die sich für die Einheit der Kirche und den Frieden einsetzen. In einer Zeit, die von Zerrissenheit geprägt ist, ist es eine Aufgabe von Christinnen und Christen, sich für Einheit, Frieden und Versöhnung einzusetzen und so den Auftrag Christi zur Liebe zu erfüllen. Ich freue mich auf Bewerbungen, die sich diesem Auftrag in kreativer und mitreißender Weise stellen!

Ich freue mich darüber, wieder als Juror an der Vergabe des Ökumenepreises mitwirken zu können. Ich freue mich auch darauf, spannende Ideen zu entdecken, d.h. neue kreative Ansätze, wie die frohe Botschaft der Liebe Gottes in Christus gemeinsam und ökumenisch, und damit auch glaubwürdiger vermittelt werden kann.

Studentin im Bachelor Geschichts-und Kulturwissenschaften, mit den Fächern Geschichte und Ev. Theologie
Ich freue mich sehr, Teil der Jury des Ökumenepreises zu sein, und bin gespannt auf die Menschen und Projekte, die sich in vielfältigen Formen für die sichtbare Einheit der Kirche einsetzen. Ökumene ist nicht nur eine abstrakte Vorstellung, sondern etwas, das konkret gelebt werden will. Genau das möchte der Preis würdigen und unterstützen. Es ist mir ein Anliegen, diesen herausfordernden, aber auch sehr lohnenden Prozess zu begleiten, in dem wir alle durch unser gemeinsames Fundament verbunden sind: Jesus Christus.

ACK-Delegierte der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker)
Der Theologe und Seelsorger Meister Eckhart hat bereits im 13. Jahrhundert gesagt: „Zuerst finde dich selbst, und wo du dich findest, da lass dich.“ So muss auch jede Konfession zunächst ihre eigene Farbe finden und pflegen, aber dann können wir gemeinsam alle Unterschiede hinter uns lassen und zur Einheit im Licht der Liebe aufbrechen, ohne das keine der vielen Farben aufzuleuchten vermag. So beginnt eine aufregende und wunderbare Reise. Der Ökumenepreis macht besonders inspirierende Stationen auf diesem Weg sichtbar, und ich bin dankbar dafür, als Quäkerin mitreisen zu dürfen.

Ökumene bedeutet für mich, dass ich aus den Schätzen anderer kirchlicher Traditionen reich beschenkt werde. Den Geschwistern anderer Kirchen darf ich Anteil geben an den Schätzen, die meiner Kirche anvertraut sind. So erfahren wir im Miteinander Gottes Segen.

Ökumene bedeutet für mich: Jede Kirche ist ganz Kirche - aber nicht die ganze Kirche. Wir können unser Christ-Sein viel tiefer und reicher leben, wenn wir die Traditionen, Überzeugungen, Gottesdienste und Ideen der anderen kennen und so viel wie möglich gemeinsam tun.

Volkmar Birx, Vorstandssprecher
Es ist mir eine Freude, dieses Jahr als Mitglied der Gastjury neue Projekte von Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen kennenzulernen. Ökumene bedeutet für mich, dass Menschen an unserem Umgang miteinander erkennen können, dass wir Christus nachfolgen. Das drückt Jesus bereits in seinem Gebet in Johannes 17,21 aus: “dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein…” Jesus betet nicht darum, dass seine Jünger möglichst viele unterschiedliche religiöse Gruppierungen bilden. Er betet um die Einheit.

Jessica Bodmann, Head of Germany
Oikocredit ist stolz darauf, den Ökumenepreis auch im Jahr 2027 wieder zu unterstützen. Seit über 50 Jahren investieren wir weltweit in Menschen, um im Sinne der Ökumene Frieden und soziale Gerechtigkeit zu fördern und die Schöpfung zu bewahren. Was 1975 innovativ und revolutionär begann, findet sich heute in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Es braucht Mut und Miteinander, um innovative Ideen umzusetzen. Ich bin daher sehr gespannt auf die Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr und freue mich auf die Mitarbeit in der Jury.

Christina Kampf, für das Gewinnerteam des Ökumenepreises der ACK Deutschland 2025 „Kossiner Nachmittage“ und „Silvester in Kossin“
Kardinal Kaspers Satz „Kirche hat (...) nur ökumenisch eine Zukunft“ bringt auf den Punkt, was mich als Seelsorgerin bewegt: trotz aller Unterschiede gemeinsam Zeugnis für die Liebe Jesu Christi zu geben. Ich freue mich daher sehr, dazu beitragen zu dürfen, dieses Engagement sichtbar zu machen, und sehe den Projekten der diesjährigen Bewerberinnen und Bewerber mit großer Spannung entgegen.

Der Ökumenepreis der ACK 2027 wird durch die freundliche Unterstützung der folgenden Sponsoren ermöglicht:
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