„Weißt du, wer ich bin?“ – das Projekt der drei großen Religionen

„Weißt du, wer ich bin?“ – das Projekt der drei großen Religionen für friedliches Zusammenleben in Deutschland ist ein gemeinsames Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), des Zentralrats der Juden in Deutschland und von vier muslimischen Verbänden (Zentralrat der Muslime in Deutschland, Türkisch Islamische Union [DITIB], Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und Verband Islamischer Kulturzentren). Das Projekt wurde zunächst in zwei Phasen durchgeführt: 2004-2007 und 2008-2011. Von 2008 bis 2011 wurden rund 90 lokale Initiativen unterstützt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium des Innern und dem Europäischen Integrationsfonds gefördert.

Ende November 2011 wurde „Weißt du, wer ich bin?“ feierlich mit einer „Finissage“ in der Jüdischen Gemeinde in Berlin abgeschlossen. Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Bundesgebiet präsentierten die Projekte, mit denen sie zum friedlichen Zusammenleben der Religionen an ihren Schulen beigetragen haben. Eine besondere Anerkennung des Projektes war die Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, der sich die Zeit nahm, einige Präsentationen anzusehen und mit den Jugendlichen zu diskutieren.

Im Jahr 2016 wurde das Projekt mit einem Schwerpunkt auf der interreligiösen Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe wieder aufgelegt. Dies wurde durch eine Förderung durch das Bundesministerium des Innern möglich. Insgesamt konnten 37 Projekte gefördert werden.


Bundesweites interreligiöses Erfolgsprojekt „Weißt Du, wer ich bin?“ geht in die nächste Runde

Vierte Projektphase gestartet – Einzelinitiativen können sich bewerben und bis zu 15.000 Euro erhalten – Anträge für die Projektphase 2020-2022 ab sofort möglich

(01.10.2020). Das interreligiöse Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ bekommt eine Neuauflage. Damit führen die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Türkisch-Islamische Union (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ihr bundesweites Engagement für interreligiöse Verständigung und Zusammenarbeit fort.

Seit dem 16. September leitet Maria Coors als Koordinatorin die vierte Phase des Projektes 2020-2022. Neben den Trägern fördert vor allem das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Projekt mit über einer Million Euro. In der letzten Projektphase von 2016-2019 konnten insgesamt 138 Einzelinitiativen unterstützt werden.

Mit dem Geld können bundesweit Projekte gefördert werden, die das friedliche Zusammenleben in Deutschland untereinander und die Integration neu Hinzugekommener auf der Basis des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zum Ziel haben. Die Religionsgemeinschaften sind Brückenbauer und wichtige Akteure bei der Integration und in der Etablierung einer offenen Zivilgesellschaft. Die Schwerpunkte der vierten Projektphase liegen auf der zielgruppenspezifischen Bildungsarbeit, der gemeinsamen Verständigung über Menschenrechte und der Stärkung von nachbarschaftlichem Engagement.

Die Digitalisierung von interreligiösen Bildungs- und Begegnungsformaten wird mit einem besonderen Förderschwerpunkt in diesem Bereich unterstützt. Einzelinitiativen können mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden.

Informationen gibt es bei Maria Coors, Tel.: 069 247027-16, maria.coors@weisstduwerichbin.de, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Ökumenische Centrale, Ludolfusstraße 2-4, 60487 Frankfurt am Main.


Details zu den Förderbedingungen, Antragsformulare und Richtlinien für die Antragsstellung finden Sie auf der Website des Projekts: www.weisstduwerichbin.de.

Flyer "Weißt du, wer ich bin?" 2017-2019 - Kurzinformation


Materialien zum bisherigen Projektverlauf

Elisabeth Dieckmann, „Weißt du, wer ich bin?“ Die Initiative für ein besseres Miteinander der Religionen, in: Dies., Clauß Peter Sajak (Hg.), Weißt du, wer ich bin? Initiativen und Projekte für das interreligiöse und interkulturelle Lernen, LIT Verlag Berlin Münster 2014

Projektbeschreibung für die Phase 2004 bis 2007

Entschließung der Orientierungskonferenz zur interreligiösen Arbeit in Deutschland

Projektbeschreibung für die Phase 2008 bis 2011

Für die Weiterarbeit am Ort liegen mehrere Arbeitshilfen als kostenlose E-Books (pdf) vor:

Materialheft 1: Basisheft

Materialheft 2: Projektarbeit für Jugend und Schule

Initiativenheft, Teil 1

Initiativenheft, Teil 2

Initiativenheft, Teil 3

Das dritte Materialheft: Interreligiöse Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten, hg. von Songül Kayabasi u.a., Frankfurt 2011, kann im Shop bestellt werden.