Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - 2021
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - 2021
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland - 2021

Ökumenepreis 2021

Rückblick: Ökumenepreis 2021

Anlässlich des Jahres der Ökumene 2021 wurde erstmals ein Innovationspreis an Projekte und Initiativen mit einem neuen und inspirierenden Blick auf die Ökumene verliehen.

  • Innovationspreis in Höhe von 1.000 €

Der Hauptpreis würdigte Projekte, die sich besonders für die Einheit der Christen einsetzen.

  • Hauptpreis in Höhe von 2.000 €

     

Titelmotiv: @panthermedia.net andreahast

Preisträger

 

Den Ökumenepreis 2021 haben gewonnen:

Hauptpreis (€ 2.000): „Pasinger Friedensweg – von 2015 bis heute nachhaltig weiterwirkend“  - München

Innovationspreis (€ 1.000): „Spiritual Moments – Pieces for Peace“  - Hamburg

„Mit Luther zum Papst“ – eine ökumenische Pilgerreise

Begründung der Jury:

“Das Projekt „Mit Luther zum Papst“ der Arbeitsstelle für Jugendpastoral im Bistum Magdeburg, dem Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und dem Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Landeskirche Anhalts richtet sich insbesondere an eine jugendlichen Zielgruppe. Bei der ersten Durchführung im Jahr 2016 war eine erstaunlich hohe Teilneh-mendenzahl zu verzeichnen. Aufgrund dieses Erfolges wird das Projekt im Okto-ber 2021 zum zweiten Mal durchgeführt. Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Verbindung und Umsetzung der Gedanken aus der Charta Oecumenica aus, die anlässlich des „Jahres der Ökumene 2021/2022“ und des 20. Jahrestags der Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf europäischer Ebene besonders be-achtenswert erscheint. Darüber hinaus weist das Projekt einen Bezug zur ökume-nischen Geschichte ebenso wie eine große Öffentlichkeitswirkung auf. Durch die Verortung des Projektes in den ostdeutschen Bundesländern bietet das Projekt verstärkt die Möglichkeit, niedrigschwellig auch mit Konfessionslosen und Unge-tauften ins Gespräch über den Glauben zu kommen und die Kirchen in der dorti-gen Diaspora-Situation zu stärken”.

https://www.mit-luther-zum-papst.de
 

„hoffnungsfenster.de“ – ein crossmedialer Adventskalender

 

Begründung der Jury:

Das Projekt „hoffnungsfenster.de“ der Stadtökumene Elmshorn verbindet in einer kleinen Stadt alle dort ansässigen Gemeinden miteinander. Es zeichnet sich aus durch eine innovative Verbindung von einer klassischen Idee des lebendigen Adventskalenders mit medialen und neuen Medien, die es ermöglicht, sowohl analoge als auch digitale Begegnungen zu erleben. Durch die begleitende Aktion des sichtbaren Sterns und der Beleuchtung eines identifikationsstarken Gebäudes wird auch die Stadtgesellschaft in das Projekt mit einbezogen. Menschen waren zudem aufgerufen, nicht nur die Inhalte des Adventskalenders zu konsumieren, sondern sich auf die Suche nach dem Stern zu begeben und selbst Hoffnungsorte zu verlinken. Durch die Verbindung der verschiedenen Ebenen von digitaler und analoger Welt, der Verbindung von christlichen Kirchen und Stadtgesellschaft und der Öffentlichkeitswirksamkeit, die das Projekt erzeugt, kann es als Modell für viele andere ökumenische Orte fruchtbar gemacht werden. Darüber hinaus betont das Projekt eine besondere Zeit im Kirchenjahr in ökumenischer Art und Weise. Das Projekt verbindet außerdem in gelungener Weise das gebotene Ab-standsgebot mit einem Gemeinschaftsgefühl und setzte somit in schwierigen Zei-ten der Coronapandemie ein ökumenisches Hoffnungszeichen mit innovativen und ungewöhnlichen Wegen in größtmöglicher Vernetzung. 

 

 

www.hoffnungsfenster.de 

Schirmherrin

"We encourage every person who believes in the human dignity and human rights of women, men, boys and girls irrespective of their other identities
to apply for the Ecumenical Award until 31st December 2020. As it contributes to Just Peace."

"Wir ermutigen alle Personen, die an die Würde und Rechte aller Menschen glauben, Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, und zwar unabhängig von ihrer sonstigen Identität, sich bis 31. Dezember 2020 für den Ökumenepreis zu bewerben. Dies trägt zu einem gerechten Frieden bei."

Dr. Agnes Abuom
Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen
Rates der Kirchen, Ko-Vorsitzende der Bewegung „Religions for Peace“ und des Nationalen Kirchenrats von Kenia

 

Jury

Reverend Christopher Easthill, Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland

„Ich freue mich darüber, wieder als Juror an der Vergabe des Ökumenepreises mitwirken zu können. Ich freue mich auch darauf, spannende Ideen zu entdecken, d.h. neue kreative Ansätze, wie die frohe Botschaft der Liebe Gottes in Christus gemeinsam und ökumenisch, und damit auch glaubwürdiger vermittelt werden kann.“

Dr. Hanne Lamparter, More Ecumenical Empowerment Together

"Die Kirche braucht Menschen, die sich anstecken lassen von der Botschaft des Evangeliums! Menschen, sie sich rufen lassen und kreativ Kirche gestalten, neue Ideen entwickeln und die Gegenwart und damit auch die Zukunft gestalten. Der Ökumenepreis der ACK unterstützt und honoriert Projekte, in denen Menschen verschiedener Konfessionen gemeinsam aufbrechen, um einen Beitrag zur Einheit der Kirche, zur Versöhnung und einem guten Miteinander zu leisten. Eine Bewerbung lohnt sich!"

Foto: Foto Erhard, Münster

Pastor Jürgen Stolze, Evangelisch-methodistische Kirche

“Es sind es drei Gründe, die einen örtlichen „Ökumenischen Arbeitskreis“ dazu motivieren sollte, sich für den Ökumenepreis 2021 zu bewerben. Zum einen lebt die Ökumene davon, dass sie immer wieder neue Impulse anhand nachahmenswerter Beispiele bekommt. Dazu helfen die durch den Ökumenepreis ausgezeichneten Projekte. Das gemeinsame Beraten und Erstellen der Bewerbung kann weiterhin vor Ort helfen, eine gemeinsame Aktion noch einmal mit ganz neuen Augen zu sehen und sie wertzuschätzen. Und schließlich: Der Ökumenepreis ist dotiert. Viele lokale ACKen arbeiten mit kleinen Budgets. Das Preisgeld mag helfen, wieder ein etwas Neues miteinander zu beginnen."

Kirchenrätrin Charlotte Weber, Evangelische Kirche in Deutschland

„Lasst uns als Kirchen nichts getrennt tun, was gemeinsam getan werden könnte“. Dieses Grundprinzip der Ökumene ist häufig noch nicht umgesetzt. Doch kleiner werdende Gemeinden und größer werdende Strukturen bieten die Chance, neu zu fragen, was gemeinsam getan werden kann. Ich ermutige daher alle, sich um den Ökumenepreis zu bewerben, die Teile ihres kirchlichen Lebens bewusst ökumenisch gestalten, ob Gottesdienste, Seelsorge, diakonisches Handeln oder Angebote für bestimmte Zielgruppen. 

Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger

“Vom Göttinger Psalter bis zur Sodener Passion, also vom Projekt des ersten Preisträgers (2013) bis zum Projekt des jüngsten Preisträgers (2019) des Ökumenepreises der ACK: Immer überraschend, konkret, anregend! Was andere in der Vielfalt des ökumenischen Miteinanders entwickelt haben, lässt sich kein zweites Mal einfach 1:1 umsetzen. Aber stets kann es zum Anstoß werden, sich davon auf dem Weg zur erhofften Einheit inspirieren zu lassen. Dieser Weg will fortgesetzt werden”.

Foto: Hahn/Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Sponsoren

Der Ökumenepreis der ACK 2021 wurde durch die freundliche Unterstützung der folgenden Sponsoren ermöglicht:

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