Begegnung

Ökumene lebt von der Begegnung zwischen Personen, Kirchen und Institutionen. Hier zeigen wir ein paar Beispiele, wie diese Begegnung trotz Abstandsgeboten geschehen kann.

 

Digital


Global Ecumenical Hangout

ist ein weltweites, transkulturelles und digitales Treffen in Zeiten von Covid-19. Es nehmen Menschen in aller Welt teilt, die eine Sehnsucht nach Begegnung und Austausch in der Situation von Vereinzelung in der Pandemie teilen.

Ungefähr einmal monatlich lädt das Global Ecumenical Hangout für jeweils eine Stunde zum Austausch in der digitalen Großgruppe sowie in einer intensiven Zweierbegegnung mit einem Menschen aus einem anderen Land ein.

Das Global Ecumenical Hangout stellt Fragen nach den persönlichen und strukturellen Auswirkungen der Pandemie: Welche Auswirkungen hat das #stayathome für Menschen in verschiedenen Ländern auf den persönlichen Alltag du das Feiern kirchlicher Feste? Was bedeuten die Kontaktbeschränkungen für das öffentliche Leben und für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen? Was können die Beteiligten über digitale kirchliche Formate weltweit voneinander lernen? Der Schwerpunkt liegt auf dem Teilen persönlicher Erfahrungen.

Die Initiator*innen des Projektes laden am Ende jeder Sitzung dazu ein, die jeweils nächste Sitzung mit vorzubereiten und zu moderieren - so finden sich immer wieder neue, transkulturelle und diverse Teams zusammen und die Zugangsbarrieren sowohl zur Teilnahme als auch zur Mitarbeit sind gering. 

Die Einladungen zu den Treffen werden in der begleitenden Facebookgruppe mit ca. 550 Mitgliedern gepostet: www.facebook.com/groups/globalecumenicalhangout

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021; Idee und Umsetzung: Christina Biere, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EKvW und Carolin Daubertshäuser, Referat Ökumene des Kirchenkreises Dortmund)




Briefkasten / Chatrooms / Gute-Nachrichten-Säule / Orte
, an denen man Nachrichten zum Thema Ökumene weitergeben kann

Hier können Gebete, Gefühle, Sorgen aber auch Themen, Reflexionen, Botschaften z. B. für den  nächsten Katholikentag in Stuttgart (2022) abgelegt werden.

Weitere Informationen für das analoge Format hier.
Digital: Im Umfragetool auf https://www.mentimeter.com/ können Beiträge digital gepostet werden und als Kommentare oder Wortwolke erscheinen.




Lean Coffee

Möglichkeit der Begegnung und des Austausches zu verschieden Themen 
Beispiel: https://www.sisi-agentur.de/blog/2020/05/lean-coffee-agile-methode-online-workshops/

 

 

Diakonisch unterwegs


AGUS - Angehörige um Suizid

Angehörige um Suizid (AGUS) ist eine Initiative, die das Thema Suizid aus der Tabuzone herausholt, mit dem Ziel gemeinsam als Christen für die Menschen da zu sein, insbesondere für die Leidenden und Trauernden. Das Projekt wurde von einem Gottesdienst und einer Wanderausstellung zum Thema „Suizid - keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens" erweitert.

Weitere Informationen: Home | AGUS e.V. (agus-selbsthilfe.de)

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Evangelisch-methodistische Kirche /AGUS= Angehörige um Suizid, Rheinland-Pfalz)


Stadtteiltreff unter den Christen verschiedener Konfessionen

Unter der rechtlichen Trägerschaft und mithilfe der fachlichen Kompetenz des Stadtteiltreff Gonsenheim haben sich alle sechs christlichen Gemeinden in Gonsenheim zusammengeschlossen als Träger des „Brotkorb Gonsenheim“ (Tafelarbeit), des Kindernotdienstes, der Flüchtlingshilfe (Miteinander Gonsenheim) und – als jüngstes Projekt, zum Aufbau eines Trauercafés. Die Projekte werden von den Gemeinden finanziell unterstützt und durch das Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen getragen. Eine Steuerungsgruppe mit kompetenten Vertreter*innen aller Gemeinden begleitet die Arbeit und sorgt für die notwendige Abstimmung. Fachlich werden die Projekte von den Hauptamtlichen des Stadtteiltreff Gonsenheim geleitet und begleitet.

Weitere Informationen: http://www.stadtteiltreff-gonsenheim.de/

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Stadtteiltreff Gonsenheim e. V.)

 

 

Pilgern / Pilgerweg


„Dein Pilgerweg – Die App zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“

Das ist ein multilaterales, zweisprachiges (dt./engl.) und internationales Projekt. Die ökumenischen Themen werden im digitalen Raum gesetzt. Neue und ungewohnte Formen der Kommunikation über klassische Ökumenethemen werden dabei ausprobiert. Dem bekannten Thema des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens wird einen neuen Schwung gegeben. Start: Mai 2021

Herbergseltern werden für das Projekt noch gesucht! 

Weitere Informationen hier und auf Anfrage: info@ack-oec.de

(Idee ACK Deutschland mit Partnern, gefördert durch die EKD, Digitalinnovationsfonds der EKD, Katholischer Fonds, Brot für die Welt)


Pilgerweg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung

Die ACK in Bayern reagiert auf den Aufruf des Ökumenischen Rates der Kirchen zu einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens. Ein Pilgerbuch, erschienen im Januar 2018 und gedacht für (wenn möglich) ökumenisch zusammengesetzte Pilgergruppen steht zur Verfügung: Jede Gruppe begibt sich auf einen Pilgerweg zu einem Ort der (Un)Gerechtigkeit und des (Un)Friedens, dokumentiert dies im Buch und reicht dann das Pilgerbuch weiter. Am Ende des Prozesses wird man dank der Einträge ein Panorama von Erfahrungen von ökumenischen Pilgergruppen bayernweit haben, das das Engagement der hiesigen Ökumene für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bezeugt. 

Weitere Informationen:
https://www.ack-bayern.de/orte-des-friedens-und-des-unfriedens-orte-des-rechts-und-des-unrechts/
https://www.ack-bayern.de/der-5-pasinger-friedensweg/
https://www.ack-bayern.de/oekumenisch-pilgern/

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: ACK Bayern)


Ökumenisch reisen

Das Projekt „Mit Luther zum Papst“ der Arbeitsstelle für Jugendpastoral im Bistum Magdeburg, dem Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und dem Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Landeskirche Anhalts richtet sich insbesondere an eine jugendlichen Zielgruppe. Bei der ersten Durchführung im Jahr 2016 war eine erstaunlich hohe Teilnehmendenzahl zu verzeichnen. Aufgrund dieses Erfolges wird das Projekt im Oktober 2021 zum zweiten Mal durchgeführt. Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Verbindung und Umsetzung der Gedanken aus der Charta Oecumenica aus, die anlässlich des „Jahres der Ökumene 2021/2022“ und des 20. Jahrestags der Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf europäischer Ebene besonders beachtenswert erscheint. Darüber hinaus weist das Projekt einen Bezug zur ökumenischen Geschichte ebenso wie eine große Öffentlichkeitswirkung auf. Durch die Verortung des Projektes in den ostdeutschen Bundesländern bietet das Projekt verstärkt die Möglichkeit, niedrigschwellig auch mit Konfessionslosen und Ungetauften ins Gespräch über den Glauben zu kommen und die Kirchen in der dortigen Diaspora-Situation zu stärken.

Weitere Informationen: www.mit-luther-zum-papst.de

(Gewinner Hauptpreis, Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Arbeitsstelle für Jugendpastoral im Bistum Magdeburg)

 

 

Interreligiöse Formate


Der Pasinger Friedensweg

Der Pasinger Friedensweg ist eine interreligiöse Initiative. Höhepunkt und Ziel ist immer ein gemeinsamer Weg durch den Ort von einem Gotteshaus zum nächsten. Dazu wird jährlich eingeladen. Die einzelnen Stationen sind gestaltet.

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Interreligiöse Initiative der Evang.-Luth. Himmelfahrtskirche München-Pasing, der Katholischen Pfarrverbände Pasing und Obermenzing, Pasinger Moschee, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Altkatholische Kirche St. Willibrord)


„Heilige Texte. Lesung und Gespräch aus Schriften von Judentum, Christentum und Islam“

„Heilige Texte“ ist der Titel einer seit Jahren in Frankfurt am Main durchgeführten Veranstaltungsreihe mit 2-3 Abenden (90-120 Minuten) pro Halbjahr. An den einzelnen Abenden wird von je einer Vertreterin/einem Vertreter aus Judentum, Christentum und Islam ein Text aus Bibel oder Koran zu einem aktuellen Thema vorgestellt. Im Mittelpunkt steht der Text; es geht weder um Glaubenssätze noch um aktuelle gesellschaftspolitische Veröffentlichungen. In einer zweiten Runde kommen die Referierenden miteinander über die Texte ins Gespräch. Eine dritte Runde öffnet den Abend für das Plenum.

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Haus am Dom/ Evangelisches Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, Pfarrstelle für Interreligiösen Dialog)


 

Wanderndes Friedensgebet

Ein Gebet für den Frieden wandert durch die Stadt. Jeden Tag findet es an einem anderen Ort statt, in einer Kirche, einer Moschee, der Synagoge oder einem anderen Gebetsort. Es wird von der jeweiligen Glaubensgemeinschaft entsprechend der eigenen Liturgie gestaltet und gefeiert. Menschen anderer Religionen/ Konfessionen sind als Gäste eingeladen und dürfen so die Liturgie der Anderen erfahren und kennenlernen. Am Ende des Gebetes darf sich jeder in ein Gebetsgästebuch eintragen. Das Buch wird von Vertretern der Gemeinde am nächsten Tag zum nächsten Gebet mitgebracht und mit einem Friedensgruß an die folgende Gemeinde übergeben. Auf diese Weise wandern Menschen und wandert ein Friedensgruß durch Stadt und Umland, von Gemeinde zu Gemeinde, von Religionsgemeinschaft zu Religionsgemeinschaft. Im Anschluss der Gebete laden die Gastgeber zum Austausch, Gespräch, Tee etc. ein. 

Das Projekt lässt sich auch digital durchführen, in Form von miteinander geteilten Telefongesprächen, Emails wie auch in den digitalen Gebeten und Beiträgen. 

Weitere Informationen hier.

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Profilstelle Ökumene, Evangelisches Dekanat Wiesbaden)


 

“Instagramkanal @faithpwr”

zum Austausch über eine große Themenbreite, persönliche Glaubenszeugnissen inklusive.
Weitere Informationen hier.

(Wettbewerbsbeitrag Ökumenepreis der ACK 2021, Idee: Zap:bochum Kompetenzzentrum für digitale, religiöse Kommunikation)