Bischöfin Wenner hofft im Jahr 2017 auf "Heilung von Erinnerungen"

Bischöfin Rosemarie Wenner (EmK), stellvertretende Vorsitzende der ACK in Deutschland, Foto: EmK

(27.1.2016) Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche und stellvertretende Vorsitzende der ACK in Deutschland, erhofft sich von den Feiern zum Reformationsgedenken im Jahr 2017 Heilungen der Erinnerungen, da viele Verletzungen geschehen seien. Sie unterstützte damit die Worte von Papst Franziskus, der im Rahmen des Gottesdienstes zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am 24. Januar in Rom um Vergebung für das Unrecht bat, das Katholiken Angehörigen anderer christlicher Konfessionen zugefügt haben.

"Um die Einheit, die uns in Christus schon geschenkt ist, auch im gemeinsamen Zeugnis und Dienst auszudrücken, braucht es die Haltung, die Papst Franziskus vorlebt: Kirchen und ihre Repräsentanten und Repräsentantinnen nehmen selbstkritisch wahr, inwiefern sie aneinander schuldig werden und so das christliche Zeugnis behindern", sagte Bischöfin Wenner. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland hoffe man innerhalb der Feiern im Jahr 2017 sowohl auf eine Heilung der Erinnerungen, weil viele Verletzungen geschehen sind, als auch eine Stärkung des christlichen Zeugnisses. "Wir sind schon eins in Christus. Das bekennen wir mit Worten und Taten. Dass Papst Franziskus den gemeinsamen Auftrag betont, Christi Beispiel zu folgen und zur Christusnachfolge einzuladen, freut mich als methodistische Bischöfin." Das Ringen um Einheit, die die Versöhnung in Christus sichtbar mache, geschehe mit dem Ziel der sichtbaren Einheit: "... damit die Welt glaube!" (Johannes 17,21)